Bis zu 10.000 Euro können Verstöße gegen das Hundehaltegesetz kosten. Dass es trotzdem immer wieder zu wilden Attacken kommt, ist nicht nur auf unverantwortliche Hundehalter, sondern auch auf die teils laxe Vorgangsweise der Behörden zurückzuführen. In Rohrbach/Gölsen (Bez. Lilienfeld) hingegen gehen die Uhren anders!
Bürgermeister Karl Bader (VP) sind zwei Kampfhunde in seiner Gemeinde bekannt. Als die vorgeschriebenen Meldungen ausgeblieben sind, ist er aktiv geworden. „Einen Hundebesitzer konnte ich wachrütteln, dem anderen wird wohl demnächst das Tier weggenommen werden müssen“, kritisiert Bader die Uneinsichtigkeit.
Kritische Worte kommen auch von Erich Königsberger (FP), der die Einhaltung der Meldepflicht aber bei den Bürgermeistern sieht: „Es geht ja nicht nur um die Sicherheit, sondern auch um die Hundeabgabe und somit Geld für die Gemeinde.“
St. Pöltens Stadtchef Matthias Stadler (SP) sind in der Landeshauptstadt keine Probleme mit Kampfhunden bekannt. Was Bezirkshauptmann Josef Kronister bestätigt, der von lediglich 15 Anzeigen 2010 weiß.
Seitens der Polizei räumt man ein, nur dann Hundehalter zu kontrollieren, wenn sich Wuffi auffällig verhält. Was wiederum Bader auf die Palme bringt: „Wenn Meldepflicht und Hundeführschein nicht besser überprüft werden, nützt es auch nichts, wenn das Herrl für seinen aggressiven Hund finanziell bluten muss!“