Sein Hund ist nicht mehr jung, doch mit seinem Aussehen sorgt das Tier immer wieder für Verunsicherung bei Passanten. Als der Kärntner kürzlich mit seinem Pitbull die gewohnte Runde drehte, kam ihm ein Mann auf dem Gehweg entgegen. "Ich habe ihm mehrmals gesagt, dass er mit seinem Hund hier nichts verloren hat", sagte dieser vor Gericht aus. Dann habe sich der Hundehalter plötzlich umgedreht und dem Passanten "eine aufgelegt".
Der Angeklagte selbst beschreibt den Vorfall, der vergangene Woche in Klagenfurt verhandelt wurde, ganz anders. Der Pensionist sei bei der Gassi-Runde von dem anderen Mann bedroht worden. Er dürfe nicht mit dem Pitbull am Gehweg spazieren, sonst würde er eine Watsche kassieren. "Plötzlich hatte ich eine sitzen", beschreibt der 75-Jährige den Vorfall laut "Kleine Zeitung". Er habe sich daraufhin lediglich gewehrt und dem Angreifer mit der Flexleine "aus Notwehr" einen Schlag ins Gesicht verpasst.
"Er hat die Flexleine als Schlagring benutzt und mir kerzengerade ins Gesicht gehaut. Die Blutsuppe ist gleich geronnen", beschreibt es das mutmaßliche Opfer, das eine Quetschwunde erlitt. Der Verdacht auf Bruch der Augenhöhle bestand ebenfalls, konnte aber nicht abgeklärt werden.
Der 75-jährige Angeklagte hatte auch von einem zweiten Aggressor gesprochen, diesen dürfte es jedoch nie gegeben haben. Er konnte jedenfalls nie ausfindig gemacht werden. Der Hundebesitzer wurde wegen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe verurteilt.