Hunderte Osterhasen "demonstrierten" gegen Milka

Umweltschützer werfen dem Milka-Konzern Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen entlang seiner Lieferketten vor.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat 316 Schoko-Osterhasen am Wiener Heldenplatz aufgestellt. Es handelte sich dabei nicht etwa um einen verfrühten Ostergruß, sondern um einen Protest gegen den Milka-Konzern. Greenpeace beklagte in einer Aussendung "Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferkette von Milka". Der Milka-Mutterkonzern Mondelēz habe 2019 316.000 Tonnen Palmöl verarbeitet – in jedem zweiten Milka-Produkt im österreichischen Handel stecke aktuell Palmöl. "Der Sektor ist einer der Haupttreiber der Regenwaldzerstörung in Indonesien und Malaysia", heißt es weiter. 

Gefahr von Zoonosen steigt

"Pro Stunde werden in Indonesien 85 Hektar Regenwald gerodet - das ist eine Fläche, die 17 Mal so groß ist wie der Heldenplatz. In Milka-Schokolade steckt weiterhin Palmöl und Kakao von Zulieferbetrieben, die Kinder ausbeuten und die Regenwälder unseres Planeten abfackeln", sagt Lukas Meus, Biodiversitätsexperte bei Greenpeace in Österreich. Wie wichtig die Wälder für das globale Öko-Gleichgewicht sind, beweise eine neue Untersuchung von WissenschafterInnen aus Frankreich und Thailand.

Die Studie zeige auf, dass die Regenwaldzerstörung das Auftreten von Zoonosen wie COVID-19 oder Malaria signifikant begünstigt. Durch den massiven Eingriff des Menschen in die Natur sterben wichtige Raubtiere aus, die davor die Übertragung von Krankheiten über beispielsweise Ratten oder Mücken auf den Menschen verhindert haben.

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