Welt

Hunderte ukrainische Städte und Dörfer ohne Strom

Das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist am Montagmorgen erneut von Explosionen erschüttert worden. Auch andere Regionen wurden angegriffen.

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Alleine in Kiew gab es am Montag fünf Angriffe.
Alleine in Kiew gab es am Montag fünf Angriffe.
YASUYOSHI CHIBA / AFP / picturedesk.com

Russland hat nach Angaben aus Kiew am Montag wichtige Infrastruktur in drei ukrainischen Regionen angegriffen. Dadurch seien nun hunderte Städte und Dörfer ohne Strom, erklärte Regierungschef Denys Schmyhal. Allein auf die Hauptstadt Kiew habe es fünf Angriffe gegeben.

Bei den Angriffen auf Kiew wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens ein Mensch getötet. Unter anderem sei ein Wohngebäude von Drohnen angegriffen worden. Drei Menschen seien verletzt worden, erklärte Klitschko auf Telegram.

Bereits am Montag vergangener Woche hatte die russische Armee Kiew und zahlreiche weitere Städte der Ukraine angegriffen. Auch dabei wurde vor allem Infrastruktur zur Energieversorgung ins Visier genommen. Bei den Angriffen wurden mindestens 19 Menschen getötet und 105 weitere verletzt. Nach russischer Darstellung waren die massiven Angriffe die Antwort auf die Explosion auf der Krim-Brücke, für die Russland den ukrainischen Geheimdienst verantwortlich macht.

EU-Außenminister wollen neue Ukraine-Mission beschließen

Die Außenminister der Europäischen Union wollen bei ihrem Treffen in Luxemburg eine militärische Ausbildungsmission für die Ukraine beschließen. Russland verliere seinen Angriffskrieg "moralisch, politisch und auch militärisch", sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell am Montag. "Deshalb müssen wir die Ukraine weiterhin unterstützen." Wie von Borrell vorgeschlagen, wollen die Außenminister die militärische Hilfe zudem um weitere 500 Millionen Euro auf dann drei Milliarden Euro aufstocken.

Deutschlands Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bestätigte, dass rund 15.000 Soldaten aus der Ukraine in der EU ausgebildet werden sollen. Deutschland will dem Vernehmen nach rund 5000 Soldaten schulen.

Die deutsche Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor bereits angekündigt, dass sich Deutschland in größerem Umfang an der Mission EUMAM Ukraine beteiligen wird. Es sei wichtig, dass ukrainische Soldaten an den von Deutschland und anderen Staaten gelieferten "hochkomplexen Waffensystemen" ausgebildet werden, sagte Lambrecht im ZDF-"Morgenmagazin". "Daran werden wir uns sehr signifikant beteiligen."

Selenski verurteilt neue russische Angriffe

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die neuen russischen Angriffe mit Raketen und Drohnen als Terror gegen die Zivilbevölkerung verurteilt. In der Nacht und den ganzen Morgen sei das Land angegriffen worden, teilte der Staatschef am Montag mit. In der Hauptstadt sei ein bewohntes Gebäude getroffen worden. "Der Feind kann unsere Städte angreifen, aber er wird uns nicht brechen", schrieb Selenski im Nachrichtenkanal Telegram.

In Kiew wurde der Luftalarm nach mehr als drei Stunden aufgehoben. Die Stadtverwaltung rief die Menschen am Montagvormittag dazu auf, dennoch weiter vorsichtig zu sein und im Falle von erneutem Alarm sofort Schutzräume aufzusuchen. Wie schon eine Woche zuvor war das Stadtzentrum von den Explosionen betroffen. Bürgermeister Witali Klitschko sprach von einem Drohnenangriff.

Aus einem getroffenen Wohnhaus seien bislang 18 Menschen gerettet worden, schrieb Klitschko auf Telegram. Vorläufigen Informationen zufolge seien aber noch zwei Bewohner verschüttet. Zu möglichen Todesopfern könne er noch keine Angaben machen.

Bahnchef Olexander Kamyschin berichtete auf Twitter von einem Einschlag unweit des Hauptbahnhofs. Dabei habe es aber keine Opfer gegeben, schrieb er. In sozialen Netzwerken wurden Fotos von beschädigten und brennenden Gebäuden veröffentlicht.

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