Hunderte Unternehmen in NÖ wollen jetzt selber impfen

Eine Dosis Corona-Vakzin wird aus einer Ampulle entnommen. Symbolbild
Eine Dosis Corona-Vakzin wird aus einer Ampulle entnommen. SymbolbildDaniel Karmann / dpa / picturedesk.com
Mehr als 320 Unternehmen mit 100.000 Mitarbeitern aus Niederösterreich wollen nun eigene Impfstellen einrichten. 

In den vergangenen Wochen wurde im gesamten Bundesland erhoben, wie viele Unternehmen Interesse an eigenen betrieblichen Impfstellen hätten. "Der Bedarf ist [...] enorm", so das Resümee von Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker. Das zeige nicht nur, dass die Unternehmen ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern ernst nehmen würden, sondern trage auch "wesentlich zur Umsetzung der Impfstrategie des Landes Niederösterreich bei".

Landesrat Jochen Danninger bedankte sich bei allen Betrieben für ihren "wertvollen Beitrag, um diese Pandemie zu überwinden". "Je mehr Wirtschaftstreibende und Arbeitnehmer geimpft werden können, desto eher bekommen wir unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben mit möglichst vielen Freiheiten wieder zurück", so der ÖVP-Politiker.

Impfstoff zu den Menschen bringen

"Dass bereits definierte Risikogruppen Vorrang bei der Impfstrategie haben müssen, steht außer Frage", fügte der Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, Thomas Salzer, hinzu. "Danach muss es aber möglichst rasch Impfmöglichkeiten für Schlüsselkräfte aus der Industrie geben [...]. Andernfalls haben wir einen massiven Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern, in denen schon mehr geimpft wurde."

"Unser Ziel ist es, den Impfstoff zu den Menschen zu bringen und nicht umgekehrt. Deshalb betreiben wir jetzt schon rund 550 Impfstellen, sobald mehr Impfstoff verfügbar ist, werden diese erweitert. Da wird das betriebliche Impfen eine wichtige Rolle spielen", erklärt der Impfkoordinator des Landes, Christof Constantin Chwojka, abschließend in einer Aussendung. 

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