Ein Unbekannter hat Freitag zu Mittag die Volksbank-Filiale in der Münzgasse in der Salzburger Altstadt überfallen. Der unmaskierte Mann betrat um 11.57 Uhr das Geldinstitut, bedrohte die beiden Mitarbeiterinnen mit einer schwarzen Faustfeuerwaffe und forderte in gebrochenem Englisch Geld. Danach floh er stadtauswärts in Richtung Neutor. Die Höhe der Beute war vorerst nicht bekannt, sagte Polizei-Sprecherin Daniela Gstöttner.
In der kleinen Filiale waren zum Zeitpunkt des Überfalls laut Polizei keine Kunden anwesend. Die Beute wurde in einen weißen Plastiksack gesteckt, ob vom Täter selbst oder von den Angestellten, war zunächst unklar. Die Mitarbeiterinnen wurden bei dem Überfall nicht verletzt. Sie erlitten aber einen Schock. "Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden", sagte Gstöttner. Der Räuber habe in der nahe gelegenen Gstättengasse einige Kleidungsstücke weggeworfen.
Offenbar hatte er dort auch eine Perücke fallengelassen, was die Polizei bisher aber nicht bestätigte. Gleich nach Verlassen der Bank wurde der Mann von Schülern aus Italien beobachtet. Sie schilderten ihre Wahrnehmungen den ermittelnden Polizisten. Wegen Verständigungsschwierigkeiten musste ein Übersetzer beigezogen werden. Unklar war vorerst noch, ob der Täter die Flucht mit einem Fahrzeug fortgesetzt hatte.
Hundestaffel jagt Täter
Die Exekutive leitete eine Alarmfahndung ein. Eine Hundestaffel unterstützte das Großaufgebot an Polizisten. Die Fahndung erstreckte sich vorerst auf den Raum Salzburg und Bayern (D).
Der Räuber soll Zeugen zufolge etwa 1,75 Meter groß sein. Er hatte zum Tatzeitpunkt dunkle Haare und einen Oberlippenbart. Bekleidet war er mit hellen, umgekrempelten Jeans, hellbraunen Schuhen und einer schwarzen Kapuzen-Jacke. Unter der Kapuze trug er eine schwarze Baseball-Mütze. Sein Alter wurde auf zirka 30 Jahre geschätzt.