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Hurrikan Harvey verwüstet Texas - und es regnet weiter

Heute Redaktion
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In Texas wütet seit dem Wochenende Hurrikan "Harvey". In Houston wurden große Flächen überschwemmt, Bürger mussten auf Dächer fliehen.

Hurrikan "Harvey" hat im US-Bundesstaat Texas große Schäden hinterlassen. Vor allem die Millionenstadt Houston hat es schwer getroffen. Sintflutartiger Dauerregen in weiten Teilen der Stadt führte zu massiven Überschwemmungen. Behörden rieten den Bewohnern, auf ihre Dächer zu fliehen.

Autos standen bis zu den Dächern im Wasser, viele Menschen waren in ihren Häusern eingeschlossen. Am Wochenende hatte der Hurrikan die Küstenstadt Rockport mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometer erreicht. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben: Eine Frau ertrank etwa beim Verlassen ihres Autos.

Schwere Verwüstungen

"Harvey" sorgte nicht nur für schwere Sturmschäden an Gebäuden, entwurzelte Bäume und umgestürzte Strommasten, vor allem auch die Überflutungen richteten enormes Chaos an. Am Samstag waren mehr als 300.000 Einwohner ohne Stromversorgung. Für weite Teile der Stadt wurde der Springflut-Notstand, die höchste Alarmstufe bei Überschwemmungen, ausgerufen. Meteorologen rechnen damit, dass "Harvey" noch bis Freitag für weiteren Regen sorgen wird.

250 Fernstraßen gesperrt

Nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott wurden 250 Fernstraßen geschlossen, hunderte Boote und Dutzende Helikopter waren im Einsatz, um Menschen aus Häusern, Fahrzeugen oder von ihren Dächern zu retten. Auch der internationale Flughafen von Houston musste bis auf Weiteres geschlossen werden. Ein Krankenhaus und ein Altersheim mussten evakuiert werden.

Behörden sprechen mittlerweile von einer Flutkatastrophe historischen Ausmaßes.

(red)