Die Hurrikan-Saison ist in vollem Gange. Über dem ungewöhnlich warmen Atlantik entwickeln sich derzeit gleich mehrere tropische Stürme. Besonders zwei Hurrikans, "Isaac" und "Kirk", werden bis Mitte Oktober das Wetter in Österreich und Europa beeinflussen, warnt The Weather Channel.
"Isaac" erreichte bereits die Tropen und verbindet sich nun mit einem Tiefdruckgebiet nahe der Britischen Inseln. Österreich bekommt davor nochmals Warmluft ab, voraussichtlich ab 5./6. Oktober. Insgesamt dürfte "Isaac" aber relativ harmlos werden, da der Tropensturm auf dem Meer bleibt.
Im Gegensatz dazu ist "Kirk" weitaus bedrohlicher. Der Tropensturm wird voraussichtlich Hurrikan-Stärke erreichen und in die Mitte des Nordatlantiks ziehen. Besonders die Azoren sollten sich ab 8. Oktober auf heftige Wetterbedingungen gefasst machen, so die Meteorologen.
"Kirk" könnte zudem eine "blockierende Wetterlage" in Zusammenarbeit mit dem Grönland-Hoch erzeugen. Das bedeutet, dass der Jetstream statt aus Westen eher aus Norden wehen könnte, heißt es.
Während solche Wetterlagen im Winter zu starken Kälteeinbrüchen führen würden, bringen sie im Herbst kalte Schauer, Graupelgewitter und leichten Frost mit sich.
„Hurrikan Kirk ist der erste Wirbelsturm in diesem Jahr, der das Wetter in Europa stark beeinflussen wird.“The Weather ChannelOktober-Prognose
Es besteht auch die Möglichkeit, dass "Kirk" das europäische Festland erreicht. Wettermodelle spekulieren seit Ende September über diese Möglichkeit. Ab dem 11. Oktober ist es durchaus möglich, dass "Kirk "an der Westküste Europas auf Land trifft.
Seit 1990 fegte nahezu jährlich mindestens ein mächtiger Sturm über Österreich hinweg und richtete dabei zum Teil massive Schäden an. Schlimme Stürme der jüngeren Vergangenheit waren die Orkane "Kyrill" (2007, Spitze: 225 km/h), "Emma" (2008) und "Paula" (2008).
Einzelne Extremereignisse lassen sich meist nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Fakt ist: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Stürme häufiger und intensiver.