Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat laut eigenen Angaben wieder einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer angegriffen. Das Schiff "Wafa" sei mit mehreren Raketen "erfolgreich" attackiert worden, sagte ein Huthi-Sprecher in einem am Mittwoch veröffentlichten Video. Der Angriff passierte vor der Küste der saudiarabischen Stadt Janbu.
Die "Wafa" sei bereits der achte saudiarabische Öltanker, der seit Beginn der von den Huthis angekündigten Seeblockade am 22. Juli angegriffen wurde, erklärte der Sprecher weiter. Laut eigenen Angaben griff die Huthi-Miliz seitdem auch saudiarabische Ölanlagen an. Saudi-Arabien wiederum nahm Ziele im von den Huthis kontrollierten Gebiet im Jemen ins Visier.
In Janbu endet die wichtige Ost-West-Ölpipeline, über die Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf transportiert wird. Damit kann die von Teheran seit Beginn des Iran-Krieges de facto blockierte Straße von Hormus umgangen werden.
Seit der Blockade der Meerenge östlich der arabischen Halbinsel wurde die Schifffahrtsroute über das Rote Meer und die Meerenge Bab-al-Mandab immer wichtiger. Bab-al-Mandab liegt zwischen dem Jemen im Osten und Eritrea sowie Dschibuti im Westen.