Nahost-Konflikt

Huthi-Miliz nimmt chinesischen Öltanker unter Beschuss

Die jemenitische Huthi-Miliz hat einen chinesischen Ölfrachter mit Raketen unter Beschuss genommen.
24.03.2024, 15:55
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Das unter panamaischer Flagge fahrende, einem chinesischen Eigentümer gehörende Schiff "Huang Pu" sei nahe der jemenitischen Hafenstadt Mokka am Samstag von insgesamt fünf ballistischen Raketen beschossen worden, erklärte das Zentralkommando des US-Militärs (Centcom). Eines der Geschosse habe das Schiff getroffen. Demnach wurde bei dem Angriff niemand an Bord verletzt.

Deal zwischen Huthis, China und Russland

Das vom Roten Meer aus in Richtung des indischen Hafens New Mangalore fahrende Schiff habe nach dem Beschuss seine Fahrt fortsetzen können, erklärte Centcom weiter. Centcom und der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO zufolge brach infolge des Angriffs ein Brand aus, der allerdings wenig später gelöscht wurde.

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Das Zentralkommando des US-Militärs erklärte, die Huthis hätten die "Huang Pu" angegriffen, "obwohl sie zuvor erklärt hatten, sie würden keine chinesischen Schiffe angreifen". Denn wie die Zeitung Bloomberg berichtete, habe die Miliz mit China und Russland eine Vereinbarung getroffen. Demnach sollen chinesische und russische Handelsschiffe von den Raketen verschont bleiben, im Gegenzug versprachen die Großmächte der von vielen Ländern als terroristische Vereinigung eingestuften Gruppe ihre Unterstützung auf der politischen Weltbühne.

Sehen sich als Teil der "Achse des Widerstands"

Der Seeschifffahrtsunternehmen Ambrey verwies darauf, dass die Registrierungsdaten des Öltankers erst im Februar geändert worden seien – und er zuvor seit 2019 vom britischen Unternehmen Union Maritime Ltd verwaltet worden sei.

Die Huthi-Miliz greift seit November Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden an, um sich nach eigenen Angaben mit den Palästinensern im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen zu solidarisieren. Die Huthis sehen sich als Teil der gegen Israel gerichteten und vom Iran unterstützten "Achse des Widerstands", zu der neben der Hamas auch die Hisbollah-Miliz im Libanon gehört.

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