Entzündung entpuppt sich als Zahn in der Nase

Ständig war ihre Nase verstopft oder blutete gar. Als eine Chinesin endlich ins Krankenhaus ging, fanden Mediziner eine überraschende Ursache.

Die Leidensgeschichte, die Frau Xia den Ärzten eines Krankenhauss in Changsha in der Provinz Hunan erzählte, reichte Jahrzehnte zurück. So lange schon war ihre Nase immer wieder entzündet, verstopft oder blutete gar. Sie vermutete eine schwere Rhinitis, eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut.

Diesen Befund konnten die Ärzte jedoch schnell ausschließen. Auf dem Röntgenbild des Kopfes der 57-Jährigen konnten sie ein kreisförmiges Objekt ausmachen, das in die Nase ragte, wie die "Daily Mail" berichtet. Allerdings gingen sie erst von einem körperfremden Gegenstand wie einem Stein aus, der sich in die Nase verirrt hatte.

Hyperdontie

Im Operationssaal mussten zuerst mehrere Hautschichten weggeschnitten werden, dann war das Geheimnis gelüftet. Was da in der Nase störte, war kein Stein, sondern ein Zahn. Die Frau litt an einer sogenannten Hyperdontie, die sich in einer Zahnüberzahl äußerst.

Weltweit leiden 3,9 Prozent der Menschen darunter, wobei Asiaten etwas häufiger betroffen sind. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um einen einzelnen Zahn, der nach dem Ausfallen der Milchzähne zusätzlich aus dem Oberkiefer wächst und zu Zahnfehlstellungen und Zystenbildung führen kann, wie eine Studie von 2014 ergab.

Dass ein Extrazahn nach oben wächst und wie bei Frau Xia bis in die Nase vordringt, kommt hingegen deutlich seltener vor. Weshalb bei einigen Menschen überzählige Zähne wachsen, ist unklar. Die Wissenschaft geht davon aus, dass es in den Genen liegen könnte.

Nachdem die Ärzte den Zahn aus der Nase gezogen haben, geht es Frau Xia übrigens deutlich besser. Das Nasenbluten und die Verstopfung hätten aufgehört, so die chinesischen Mediziner.

(Red)

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