14,3Milliarden Euro - so hoch ist das Volumen an ausständigen Hypo-Anleihen. Geld, das noch zurückgezahlt werden muss. An wen, ist unklar. Die Gewinner bleiben überhaupt geheim.
14,3 Milliarden Euro – so hoch ist das Volumen an ausständigen Hypo-Anleihen. Geld, das noch zurückgezahlt werden muss. An wen, ist unklar. Die Gewinner bleiben überhaupt geheim.
Fix ist: Das hat für 12 Milliarden der Anleihen Haftungen übernommen. Dieses Geld wird sicher ausbezahlt – sofern Kärnten nicht pleitegeht. Aber an wen wird es fließen? "Heute" liegt eine Liste des Finanzdienstleisters Bloomberg vor, die die größten Anleihenhalter ausweist. Darunter sind Dutzende internationale Banken, etwa auch Bawag, Raiffeisen oder Sparkasse OÖ.
Aber sind das tatsächlich "Gläubiger", wie am Mittwoch mehrere Medien berichteten? "Nein", erklären Finanzexperten. Und auch aus der Hypo selbst heißt es auf Anfrage: "Das ist keine Gläubigerliste." Vielmehr handle es sich um sogenannte "Publikumsfonds". Heißt: Die gelisteten Institute verwalten die Fonds, die z.B. von Privatpersonen gekauft wurden. Wer das Geld also tatsächlich bekommt, ist nicht klar.
Und: Die Bloomberg-Daten enthalten nur 10 % der Anleihen. Die berüchtigten Hedgefonds, die bei Insolvenzgerüchten zuschlagen und sich aufgrund der Staatshaftungen schöne Gewinne erhoffen, sind in öffentlichen Daten nicht einzusehen. Und damit bleiben die wahren Profiteure der Hypo-Pleite geheim.
(rep)