Hypo jagt Kärntens Ex-Vize-Landeshauptmann

Karl Pfeifenberger war bis 2005 Landeshauptmannstellvertreter von Kärnten. Dann schied er aus der Politik aus und übernahm eine Tochterfirma der Hypo Alpe Adria Bank. Dort verschwanden im Jahr 2006 über 320.000 Euro, die sich Pfeifenberger überwiesen haben soll. Er bestreitet, doch die Hypo will wissen, wo ihr Bares hingekommen ist. Nun beginnt die wilde Suche.

Karl Pfeifenberger war bis 2005 Landeshauptmannstellvertreter von Kärnten. Dann schied er aus der Politik aus und übernahm eine Tochterfirma der Hypo Alpe Adria Bank. Dort verschwanden im Jahr 2006 über 320.000 Euro, die sich Pfeifenberger überwiesen haben soll. Er bestreitet, doch die Hypo will wissen, wo ihr Bares hingekommen ist und überlegt, den Ex-Mitarbeiter anzuzeigen.

Die Hypo Alpe Adria Bank untersucht die Geschäftsgebarungen des ehemaligen freiheitlichen (später BZÖ) Spitzenpolitikers. Laut eines Berichtes des "Standard" soll sich Pfeifenberger als Chef einer Hypo-Tochter, die sich mit Alternativ-Energie-Projekten beschäftigte, im Jahr 2006 insgesamt 324.000 Euro für "nicht belegbare Leistungen" überwiesen haben. Die Bank überlegt eine Anzeige. Pfeifenberger wies die Vorwürfe als "völlig haltlos" zurück.

Es besteht der Verdacht der indirekten Parteienfinanzierung bzw. von Kickback-Zahlungen. "Die Bank muss jedem Verdachtsfall nachgehen", sagte ein Hypo-Sprecher am Donnerstag. Der konkrete Fall werde allerdings nicht kommentiert.

Pfeifenberger selbst wies alle Vorwürfe in einer eilig einberufenen Pressekonferenz in Klagenfurt zurück. Er könne alle nötigen Unterlagen vorlegen, um den Sachverhalt aufzuklären. Von der Bank sei er zu der Causa nie befragt worden. Die Unterlagen will er jetzt der Staatsanwaltschaft Klagenfurt vorlegen. "Nichts von dem, was mir vorgeworfen wird, ist wahr", so Pfeifenberger.

APA/red.

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