Politik

Hypo-Rettung: Treichl zweifelt an Spindelegger

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:20

Laut dem Vorstandschef der Erste Group, Andreas Treichl, wird die nächste Zeit entscheidend für ÖVP-Finanzminister Michael Spindelegger. Österreich brauche jetzt einen sehr, sehr guten Finanzminister. In der Krise um die Staatsbank Hypo Alpe Adria müsse man zügig entscheiden, sonst werde der Schaden noch größer, so Treichl gegenüber Ö1.

Vor einigen Wochen hat genannt. Ob Spindelegger der richtige Mann am richtigen Ort ist, weiß auch Treichl nicht so recht: "Ich hoffe sehr", so der Banker Samstagmittag. Die nächsten Monate und Jahre werden es zeigen. Spindelegger sei "noch viel zu jung in seinem Amt", so der Erste-Chef.

Tempo ist nötig

Ob Insolvenz oder nicht - Das Allerschädlichste für Treichl ist die derzeitige Diskussion. Egal welche Entscheidung über die Hypo komme, sie sei schnell und zügig durchzuziehen. Der wird sich übrigens etwas verzögern. Er gilt als Basis der Regierungsentscheidung über die Zukunft der Bank.


Erst am Samstag ist bekannt geworden, dass die Hypo im Jahr 2008, also nur kurz vor der Notverstaatlichung, hunderte Gäste hat, was das Geldinstitut 1,2 Millionen Euro gekostet hat.


Keine Schuld an geplatzter Rettung

Die Schuld, dass eine Hypo-Bad-Bank-Mitfinanzierung durch die Großbanken geplatzt ist, schiebt Treichl an die Regierung zurück. Die Banken hätten ein Angebot gemacht, die Regierung habe es abgelehnt.

Unter der Bedingung, dass die Bankenabgabe ab 2017 entfallen oder zumindest gesenkt werden sollte, hätten die Banken für eine Hypo-Bad-Banklösung die Bankenabgabe für drei Jahre - 2014, 2015, 2016 - sofort im voraus "investiert", was an die 2 Mrd. Euro ausgemacht hätte. Die Regierung wolle aber offenbar, dass die österreichischen Banken über 2017 hinaus via Bankensteuer belastet blieben.

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