Wirtschaft

HypoVereinsbank-Kunde will 124 Millionen Euro

Ein Kunde der HypoVereinsbank (HVB) hat die Münchner Tochter der italienischen UniCredit auf 124 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:41

Wie aus dem Prospekt für die derzeit laufende Kapitalerhöhung der Mailänder Großbank hervorgeht, wirft der Kläger der HVB fehlerhafte Beratung und Pflichtverletzungen bei Aktiengeschäften vor. Hintergründe zum Fall veröffentlichte die Financial Times Deutschland (FTD). Die Bank wollte sich am Montag nicht zu dem Fall äußern und verwies auf die laufende Kapitalerhöhung.

Laut FTD handelt es sich bei dem Kläger um einen vermögenden Privatkunden, der wegen angeblicher Falschberatung mit seinen Aktiengeschäften gegen deutsches Steuerrecht verstieß. Der Kunde klagt beim Landgericht München gegen die Bank. Wie genau die Finanzgeschäfte abgelaufen sind, sei noch unklar.

Der Kunde dürfte in London deutsche Aktien gekauft haben, um damit Steuerrückerstattung in Deutschland zu kassieren - womit er offenbar gegen Steuergesetze verstieß. Die Behörden forderten ihn auf, das Geld rückzuerstatten - der Kunde reagierte mit der Klage.