Ibertsberger vor Rapid-Hit: "Wollen Überholspur halten"

Zweiter! Robert Ibertsberger macht St. Pölten stark.
Zweiter! Robert Ibertsberger macht St. Pölten stark.gepa-pictures.com
Ein Blick auf die Tabelle lohnt sich für spusu St. Pölten. Der "ewige" Underdog ist Zweiter – dank Trainer Robert Ibertsberger. "Heute" fragte nach. 

Zwei Runden sind in der Bundesliga gespielt. Erster Jäger von Spitzenreiter Salzburg: spusu St. Pölten! Die Niederösterreicher entwickeln sich unter Trainer Robert Ibertsberger zu einem Geheimtipp. Saisonübergreifend sind die "Wölfe" seit sechs Partien ungeschlagen, seit 414 (!) Minuten hat der "ewige Nachzügler" kein Tor kassiert. Wie ist das möglich? "Heute" fragte beim Erfolgscoach nach.

"Es hängt mit täglicher Arbeit zusammen. Wir hatten ja genug Zeit, um der Mannschaft ein Gesicht zu geben. Das ist gelungen. Man sieht, dass wir uns einen Schritt weiterentwickelt haben – so soll es weitergehen. Wir sind noch lange nicht am Ende", erzählt Ibertsberger. "Und die Spieler, die zu uns gestoßen sind, passen sehr gut zu dem Ding, das wir vorhaben."

Der Umbruch im Sommer war gewaltig. Mehr als zehn Kicker gingen, neun neue Gesichter stießen zum Verein. Das hatte wirtschaftliche und sportliche Gründe. "Ich konnte erstmals ein Team so zusammenstellen, wie ich mir das vorstelle. Dafür bin ich St. Pölten sehr dankbar." Bei seinen ersten Trainer-Stationen WAC und der Austria war der 43-Jährige "nur" als Feuerwehrmann im Amt.

"Kann schnell in andere Richtung gehen"

Ibertsberger weiß den aktuellen Höhenflug einzuschätzen. "Wir sind gut reingestartet, mehr nicht. Am Samstag kommt Rapid, dann müssen wir zum WAC, dann geht es im Cup gegen Salzburg und im Anschluss wartet der LASK. Da sieht man dann, wie weit wir schon sind. Denn klar ist: Es kann auch schnell in eine andere Richtung gehen. Schauen wir, dass wir die Überholspur halten."

Auf ein Saisonziel lässt sich Ibertsberger nicht festnageln. Er sagt: "Es soll nur nicht wie so oft in den letzten Jahren sein, dass wir mit wenigen Punkten hinten drinhängen. Wenn wir den ominösen Strich im Auge behalten können, also Rang sechs, wollen wir die Chance nutzen. Zuerst müssen wir aber von Spiel zu Spiel schauen und nicht nach zwei Partien von irgendwas träumen."

Freude auf "Bruderduell"

Nächster Gegner von St. Pölten ist wie angesprochen Rapid. Laut Tabelle ein Liga-Spitzenspiel, empfängt doch der Zweite den Dritten. Für einen ist die Partie so oder so speziell: Robert Ljubicic. Beim Gegner ist sein um zwei Jahre älterer Bruder Dejan nämlich Kapitän. "Das ist auf jeden Fall speziell", sagt Ibertsberger, der viel von "seinem" Ljubicic hält. "Er gibt immer alles, hat riesige Qualitäten. Manchmal ist er noch zu übermotiviert, fehlt die Ruhe. Es wird sicher interessant, wie die beiden Brüder am Samstag agieren werden."

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