Auch Ehefrau von Zug-Attentäter festgenommen

Neue Wende im Terror-Krimi um einen Iraker: Auch die Ehefrau des Verdächtigen wurde festgenommen. Das Paar lebte mit fünf Kindern in Simmering.
Der Kriminalfall um einen mutmaßlichen Terroristen aus dem Gemeindebau zieht immer größere Kreise. Nun klickten auch für die Gattin des 42-jährigen Irakers die Handschellen – dies erfuhr "Heute" aus Ermittlerkreisen.

Auf Anfrage bestätigte Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, Mittwochnachmittag auch offiziell: "Ja, es ist korrekt. Auch die Ehefrau des Verdächtigen wurde festgenommen."

Grund soll der Verdacht der Beitragstäterschaft sein, teilte die Anklagebehörde mit.

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Bereits in den Vormittagsstunden reagierte der verdächtige ICE-Attentäter höchst emotional auf die Wende in seinem engsten Familienkreis. Zu seinem Anwalt Wolfgang Blaschitz sagte er: "Ja, ich hatte ein Attentat auf den Zug geplant. Meine Frau hat damit allerdings nichts zu tun."

Der Verfassungsschutz sieht dies offenbar diametral anders. Die Gattin soll bereits in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert worden sein, sitzt dort naturgemäß in einem völlig anderen Trakt als ihr Gatte. Besuche sind streng tabu – es besteht immense Verdunkelungsgefahr in dem verworrenen Terror-Krimi.

Hier wohnte der IS-Verdächtige
Hier wohnte der IS-Verdächtige


Das Paar lebte mit fünf Kindern in Simmering. (Video3)

Bei einem "Heute"-Lokalaugenschein an der bisherigen Wohnadresse des Paares in Wien-Simmering war keiner der Familienmitglieder zuhause. Ob die fünf Kinder der beiden Festgenommenen bei Verwandten oder einer Kriseneinrichtung der Gemeinde Wien untergebracht wurden, war vorerst nicht in Erfahrung zu bringen.

Sowohl für den 42-jährigen Iraker als auch für seine Angetraute gilt die Unschuldsvermutung. Dem Security-Mitarbeiter droht im Falle einer Verurteilung wegen Mordversuch und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung lebenslange Haft. IS-Sympathie stellt der Mann übrigens vehement in Abrede. Mit seinem Anschlag hätte er nur der von ihm verhassten Angela Merkel einen Denkzettel verpassen wollen: "Ich bin kein Dschihadist, wollte lediglich eine Message an die deutsche Regierung schicken …"



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