ICE-Täter soll Stimmen im Kopf gehört haben

Der 40-Jährige, der in Frankfurt einen Bub und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben soll, könnte an Verfolgungswahn leiden.
Wieso H.A. dem kleinen Jungen und seine Mutter vor den ICE stieß, ist weiterhin unklar. Auch Freunde des Eritreers fragen sich, was den dreifachen Familienvater zu dieser schockierenden Tat bewogen hat. "Focus" sprach mit einem Freund des 40-Jährigen. Dieser kam ebenfalls vor über zehn Jahre in die Schweiz. Er sagt: "Als ich gehört habe, was passiert ist, konnte ich es erst gar nicht glauben."



Allerdings erzählt der Mann auch von einer Veränderung von H.A. im vergangenen Sommer. Der Eritreer soll unter Verfolgungswahn gelitten haben. Auch Stimmen soll er gehört haben. "Wenn wir irgendwo allein saßen, drehte er sich plötzlich um und sagte: Wer redet da über mich?"

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Ein Phänomen, das bei Menschen aus Eritrea nicht ungewöhnlich ist. Eritrea gilt als eine der schlimmsten Diktaturen Afrikas. "Manche sagen, dass sie dort von jemandem verzaubert wurden. Die Betroffenen würden sich oder manchmal fremde Menschen attackieren", so der Weggefährte.



H.A. wurde im Jänner krankgeschrieben. Dafür verantwortlich: Seine Freunde und Kollegen. Sie wollten ihm helfen und sorgten dafür, dass er eine Therapie begann.

Der Fall weckt Erinnerungen an die Messer-Attacke auf einen Wiener Arzt Anfang des Monats: Der mutmaßliche Täter will ebenfalls "plötzlich innere Stimmen" gehört haben.

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(red)

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