Wien

"Ich habe auf der Flucht nach Wien nur geweint"

Täglich kommen mehr Menschen aus der Ukraine nach Wien. Am Hauptbahnhof wollen nur wenige bleiben, die meisten fahren weiter zu Verwandten. 
Thomas Peterthalner
16.03.2022, 14:25

Im neuen Tageszentrum am Erste Campus beim Hauptbahnhof in Wien-Favoriten werden pro Tag hundert Flüchtlinge betreut. Die aus der Ukraine geflüchteten Menschen bekommen warmes Essen, Kinder werden vom SOS Kinderdorf betreut und können spielen.

Familie auf der Flucht

An einem Tisch sitzt eine Familie mit den Großeltern zusammen. Irina (29), Kira (5), Oma Nadeja (62), Opa Anatoly (64) und Sergey (32) wollen weiterreisen. Die Familie floh schon am 6. März vor den Russen. Sergey ist Ingenieur, hat in Dubai gearbeitet und traf die restliche Familie in Budapest. Die kleine Kira hat Bauchweh, die Strapazen der Flucht machen sich bemerkbar. 

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Lange Reise

Oksana (41) will mit den Kindern Evdokia (2) und Sergy (8) nach Hamburg. "Mein 18 Jahre alter Sohn durfte nicht gehen. Er ist Student, ich habe auf der Flucht nur geweint. Wir fahren nach Hamburg. Bei uns zuhause ist es gefährlich", erzählt die Mutter.

"Wie ist es, in Wien zu bleiben und wie ist es möglich, einen Job zu bekommen", fragt sich Viktoria (47). Ihre beiden Söhne sind im Moment in Bratislava, sie möchte aber in Wien leben.

"Weiter nach Bulgarien"

Anton (70) reist nach Bulgarien weiter, sieben Personen sind mit ihm aus der Ukraine gekommen. Anton hat ein Asthma-Problem. Katharina (49) hilft freiwillig, hat Anton einfach so Geld gegeben.

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