Identitäre setzten Krawalle in der Nacht fort

Bild: Facebook

Grölende Teilnehmer, bengalische Feuer und Polizeibegleitung: Die Josefstädter trauten Samstag Nacht ihren Augen und Ohren kaum. Nach der Demo am Nachmittag zogen die rechtsextremen Identitären mitten in der Nacht durch den 8. Bezirk.

Grölende Teilnehmer, bengalische Feuer und Polizeibegleitung: Die Josefstädter trauten Samstag Nacht ihren Augen und Ohren kaum. Nach der zogen die rechtsextremen Identitären mitten in der Nacht durch den 8. Bezirk. 
Rot gefärbt ist der Nachthimmel über der Josefstadt, davor sind Fahnen der Identitären zu sehen, grölende Stimmen hallen durch die Wohngegend. Ein Video hält fest, dass die rechtsextreme Gruppe am Samstag gegen Mitternacht durch die Laudongasse und die Albertgasse gezogen ist. Alexander Spritzendorfer, grüner Bezirksvorsteher-Stellvertreter der Josefstadt, postete das Video auf Facebook.



Demozug zu Burschenschafter-Lokal

Eine Gruppe von etwa 150 Identitären "wurde von der Polizei durch die Laudongasse in eine deutschnationale Burschenschaft in der Albertgasse 'eskortiert', statt dass diese illegale Kundgebung sofort aufgelöst worden wäre", kommentiert Spritzendorfer. Die Identitären zogen zum Lokal einer deutschnationalen Burschenschaft, dem "Barden zu Wien". Nachsatz: "Es ist völlig inakzeptabel, dass ein grölender Mob um Mitternacht unbehelligt durch die Straßen der Josefstadt ziehen kann."

150 Identitäre hielten "Mahnwache"

"Etwa 150 Leute haben gegen 23.30 Uhr eine spontane Mahnwache für den bei den Demos verletzten Identitären abgehalten", so Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Falsche Gerüchte darüber, dass der Identitäre im Koma liegt, sollen zu der "Mahnwache" geführt haben. Da auch etwa zehn linke Demonstranten in der Josefstadt vor Ort waren, verhinderte die Polizei ein Aufeinandertreffen der Gegner. Bei der mitternächtlichen Kundgebung wurde niemand verletzt.

-Seite der Identitären. Insgesamt forderten die Demos 13 Verletzte.

Spritzendorfer kündigt auf Facebook an, beim zuständigen Polizeikommandanten eine Stellungnahme einzufordern. "Die Bewohner waren schockiert. Ich möchte wissen, warum den Identitären so lange die Straße überlassen wurde – bei einem unangekündigten Umzug", so Spritzendorfer.

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