Kahlenberg: Identitäre mussten Route ändern

Mit ihrem Fackelmarsch gedachte die Identitäre Bewegung der Schlacht am Kahlenberg: Eine Gegendemo der Antifa stellte sich den Rechtsextremen in den Weg.
Jedes Jahr auf's Neue starten die rechtsextremen Identitären Wiens zum Gedenkmarsch auf den Kahlenberg. Sie wollen damit an die Befreiung Wiens und dem Ende der Zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 erinnern und verknüpfen diese mit ihren Ansichten zur aktuellen Politik. Konkret liest sich das dann so:

"Wir wollen damit auch eine Brücke zur Gegenwart schlagen, denn die Erinnerung daran ist uns Erbe und Auftrag zugleich. Es liegt heute an uns, Wien, Österreich und damit Europa zu verteidigen. Der Kampf gegen Masseneinwanderung, Islamisierung und eine verräterische Politik ist der Kampf unserer Generation", so die Identitären auf ihrer Homepage.

450 Polizisten inklusive Diensthunden waren im Einsatz um den angemeldeten Fackelzug der Identitären Bewegung zu sichern und den Schutzbereich durchzusetzen.

CommentCreated with Sketch.44 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Schon am Nachmittag hatten sich die Gegner des rechtsextremen Aufmarsches symbolträchtig am Karl-Mark-Hof an der U4-Endstation Heiligenstadt versammelt. In Scharen zogen sie danach am frühen Abend auf den Kahlenberg um sich den Identitären in den Weg zu stellen.

"Friedliche TeilnehmerInnen"

Die rund 150 Teilnehmer des Fackelmarsches starteten, etwas verspätet, gegen 19.15 Uhr los. Allerdings, um der Antifa-Blockade zu entgehen, nicht auf der geplanten Route.

Die Gegendemonstration der Antifa wurde wenig später schließlich auch von der Versammlungsleiterin für beendet erklärt. Laut Polizei hat es während der gesamten Begegnung keinerlei Ausschreitungen, Verletzte, oder Festnahmen gegeben. "Friedliche TeilnehmerInnen zeichneten die heutigen Versammlungen aus", berichtete die Exekutive via Twitter.

"No Nazis! Schei* Idis!"

Unbekannte Sprayer haben – wie berichtet – die Gedenktafel und ihren steinernen Sockel zum geplanten Jan-III.-Sobieski-Denkmal beschmiert. Bereits am Freitag wurden auf der Höhenstraße zwei Schmierfinke auf frischer Tat ertappt und festgenommen. (red)

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