IGH lehnt erneute Völkermordklage gegen Serbien ab

Bild: Reuters

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat eine Wiederaufnahme des Völkermordprozesses von Bosnien-Herzegowina gegen Serbien verweigert. Das geht aus Medienberichten aus der Region hervor.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat eine Wiederaufnahme des Völkermordprozesses Bosnien-Herzegowinas gegen Serbien verweigert. Das geht aus Medienberichten aus der Region hervor.
Der bosnische Politiker Bakir Izetbegovic hatte im vergangenen Februar eine Revision des 2007 beendeten Verfahrens beantragt. Die Begründung des Gerichts: Das Staatspräsidium aus Bosnien, Serben und Kroaten habe sich nicht auf eine gemeinsame Linie einigen können. Die hitzige Debatte um den Revisionsantrag Izetbegovics hatte erneut Gräben zwischen den tief zerstrittenen Volksgemeinschaften aufgerissen, berichtet der ORF am Donnerstag.

Der Internationale Gerichtshof hatte Serbien im damaligen Prozess freigesprochen. Der Staat hätte keine Verantwortung am Völkermord an rund 8.000 Muslimen im ostbosnischen Srebrenica, obwohl dieser durch serbische Einheiten geschah. Allerdings wurde angemerkt, dass die Regierung zu wenig getan hätte, um das blutige Massaker im Juli 1995 zu verhindern.

 

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