Vor zehn Jahren wurde im Taka-Tuka-Land die schwarze Fahne gehisst. Der kleine Michel weinte bitterlich und das Löwenherz hat weh getan. Am 28. Jänner 2002 starb Astrid Lindgren, Schwedin des Jahrhunderts und eine der bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt.
Vor zehn Jahren wurde im Taka-Tuka-Land die schwarze Fahne gehisst. Der kleine Michel weinte bitterlich und das Löwenherz hat weh getan. Am 28. Jänner 2002 starb Astrid Lindgren, „Schwedin des Jahrhunderts“ und eine der bekanntesten Kinderbuchautoren der Welt.
„Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“ So steht es in „Pippi Langstrumpf“ geschrieben – und so hat es Astrid Lindgren mit den Stars ihrer Geschichten immer gehalten. Die Schwedin brachte mehr als 90 Bücher zu Papier, darunter die ganz großen Klassiker unserer Kinderzimmer.
Erinnern Sie sich noch an „Madita“, die mit einem Regenschirm vom Dach springt? Oder an „Michel aus Lönneberga“, der in eine Schüssel voller Blaubeersuppe fällt? An „Ronja Räubertochter“, „Die Brüder Löwenherz“?
Lindgrens berühmteste Heldin trägt zwei Zöpfe, lebt mit Äffchen und Pferd in der Villa Kunterbunt – und ist eigentlich die Erfindung von Lindgrens Tochter Karin. Die lag im Winter 1941 krank im Bett und wünschte sich eine Geschichte über Pippi Langstrumpf. Das Manuskript reichte die Autorin, die nie eine sein wollte, erst drei Jahre später ein.
Lindgrens Meisterwerke wurden 145 Millionen Mal gedruckt, 1999 wurde sie zur „Schwedin des Jahrhunderst“ gewählt.
Sie starb mit 94 Jahren – hinter ihrem Sarg gingen ein Mädchen und ein weißes Pferd. Ein Biopic ist in Planung.
Maria Dorner