Malle-Star will Sat.1 nach Skandal-Dreh anzeigen

Malle-Star Ikke Hüftgold bei "Promiboxen"
Malle-Star Ikke Hüftgold bei "Promiboxen"imago images/Future Image
Ikke Hüftgold brach die Dreharbeiten der Show "Plötzlich arm, plötzlich reich" vorzeitig ab. Auf Instagram macht er dem Sender schwere Vorwürfe.

Sat.1 hat Ärger mit Ex-"Promi Big Brother"-Teilnehmer Ikke Hüftgold: Der 44-Jährige wirft dem Sender "gewissenlose Quotenjagd auf dem Rücken missbrauchter Kinder" vor.

Darum wollte Hüftgold nicht weiter drehen

Was steckt dahinter? Der Malle-Star nahm an der TV-Show "Plötzlich arm, plötzlich reich" teil. In der Sendung geht es darum, dass Promis ihr Leben für eine Woche mit einer sozial schwächeren Familie tauschen. Doch Hüftgold beschloss das TV-Experiment schon viel früher als geplant abzubrechen.

Der Grund: Er fand heraus, dass die jüngsten Kinder seiner Tauschfamilie in psychologischer Behandlung waren. "Sofort kam die Frage bei uns auf, ob man Kinder im Alter von acht und zehn Jahren, die offensichtlich psychische Probleme haben, rechtlich und moralisch gesehen in ein Fernsehformat ziehen kann, bei dem acht Tage am Stück bis zu zehn Stunden gearbeitet werden sollte", kritisiert er in einem Video auf Insta. 

Kind verletzte sich selbst beim Dreh

Doch damit nicht genug: Hüftgold erfuhr, dass einer der Kinder sich seinen Kopf mehrfach an die Zimmerwand in Ikkes Wohnung geschlagen haben, um sich selbst zu verletzen. Ein anderes Kind habe angeblich auf seinem Balkon im vierten Stock gestanden und geschrien, dass er sich etwas antun würde. Der Malle-Star erklärte, dass er die Produktionsfirma immer wieder darum gebeten habe, das Format sofort abzubrechen. Vergeblich! Man erklärte ihm stattdessen, er solle aufhören, die laufende Produktion zu gefährden. 

Hüftgold droht mit einer Anzeige

Schließlich brach der Sänger die Show selber ab. Er plant nun bei der Polizei Anzeige zu erstatten: "Ich erwarte von ImagoTV und Sat.1 eine lückenlose Aufarbeitung und werde am Dienstag Strafanzeige stellen. Ich hoffe auf eine breite öffentliche Debatte und darauf, dass ähnliche Geschehnisse, die mir bei unzähligen Telefonaten in den letzten fünf Tagen geschildert wurden, durch mutige Mitarbeiter – auch anderer Produktionsfirmen – ans Tageslicht gebracht werden."

Das sagt Sat.1

Sat.1 reagierte in einem ersten Statement: "Wir bedanken uns bei Matthias Distel, dass er uns über die Umstände beim Dreh informiert hat. Unmittelbar nachdem wir seine Mail erhalten haben, haben wir begonnen, mit der Produktionsfirma und der Familienhilfe zu reden, um der Familie zu helfen und um die Zusammenhänge aufzuarbeiten." Der Sender erklärte zudem, dass sie die Folge nicht ausstrahlen werden: "Diese Arbeit ist noch nicht abgeschlossen. Aber es steht fest, dass Sat.1 keine Sekunde dieser Folge zeigt. Das haben wir Matthias Distel vergangenen Donnerstag schon mitgeteilt."

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