Wegen Millionen-Geschenkaktion

"Illegale Lotterie" betrieben? Elon Musk vor Gericht

Dem Tech-Milliardär wird vorgeworfen, eine illegale Lotterie betrieben zu haben, indem er täglich eine Million US-Dollar an Wähler verschenkt.
Newsdesk Heute
31.10.2024, 16:57
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Der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Elon Musk will bis zur Wahl täglich eine Million US-Dollar an Unterzeichner einer Petition verschenken, "Heute" berichtete. Nun wird die Aktion dem reichsten Menschen der Welt zum Verhängnis.

Denn wegen der vermeintlichen Großzügigkeit muss sich Musk in der Hauptstadt Philadelphia nun vor einem Gericht verantworten. Ein Richter ordnete für Donnerstag eine Anhörung an, bei der alle Beteiligten – auch Musk – erscheinen müssen.

"Illegale Lotterie"

Die Staatsanwaltschaft wirft Musk vor, eine "illegale Lotterie" zu betreiben und die Einwohner von Pennsylvania zur Preisgabe persönlicher Daten zu verleiten. Denn die Gesetze in dem hartumkämpften Swing State besagen, dass Organisationen nur Glücksspiele durchführen dürfen, wenn sie eine entsprechende Lizenz besitzen.

Um sich für eine solche Lizenz bewerben zu können, muss die jeweilige Organisation aber seit mindestens einem Jahr bestehen und in dieser Zeit bereits ihr definiertes Ziel verfolgen – Musks erst im Juli 2024 gegründeter America PAC dürfte diese Bedingungen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht erfüllen. Zudem überschreitet die Summe von einer Million auch vorgegebene Maximalbeträge, die bei solchen Verlosungen ausgeschüttet werden dürfen.

Das will Musk mit der Verlosung erreichen

Die Millionen-Verlosung von Trump richtet sich an registrierte Wählerinnen und Wähler in den bei der Präsidentschaftswahl besonders hart umkämpften Swing States. Die Petition wurde von Musks Organisation "America PAC" ins Leben gerufen, die den Wahlkampf des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump unterstützt.

Musks Ziel dürfte es sein, in den hart umkämpften Bundesstaaten besonders viele Konservative dazu zu bringen, sich für die Wahl registrieren zu lassen. Das Programm könnte außerdem gegen Regeln der Wahlkampffinanzierung verstoßen: In  den USA ist es nämlich verboten, Menschen dafür zu bezahlen, sich als Wählerin oder Wähler zu registrieren.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.11.2024, 10:13, 31.10.2024, 16:57
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