Österreich

Illegale Sex-Partys in Favoriten aufgeflogen

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:49

In einer Privatwohnung in Favoriten wurden illegale Sex-Partys veranstaltet. Der Organisator der Partys wurde nun in flagranti erwischt und angezeigt.

Erfolg für die Ermittler des Referates für Prostitutions-Angelegenheiten der Landespolizeidirektion Wien: Die Beamten waren schon seit mehreren Monaten dem Betreiber eines Escort-Services (60) auf der Spur. Der Österreicher organisierte in mindestens vier Wiener Wohnungen illegale Sex-Partys.

Am Donnerstag wurde eine dieser Wohnungen in der Sonnleithnergasse (Favoriten) durchsucht und zahlreiches Beweismaterial sichergestellt. Fünf Männer – Österreicher im Alter von 40 bis 55 Jahren – sowie drei Polinnen und eine Kubanerin im Alter von etwa 30 Jahren wurden wegen der Teilnahme an der Sex-Party angezeigt.

Gut situierte Kunden

Ob die Frauen – die allesamt kein notwendiges Gesundheitszeugnis vorweisen konnten – freiwillig (gegen Entgelt) bei den Partys mitgemacht haben oder, ob Menschenhandel im Spiel ist, wird laut Wolfgang Langer, Leiter des Prostitutions-Referates, noch ermittelt. Die gut situierten Kunden mussten für die Teilnahme an den Partys 150 bis 300 Euro hinblättern.

Der 60-jährige Organisator erhielt eine Anzeige wegen Betrieb eines illegalen Prostitutions-Lokales. Ihm droht nun eine Geldstrafe von 1.000 bis 7.000 Euro. Der Österreicher bewarb die Sex-Partys umfangreich auf einer Escort-Service-Homepage – inklusive detaillierter Daten- und Preis-Angaben sowie Vorstellung der etwa 50 Prostituierten.

Sex-Partys in mehreren Wohnungen

Ob der Betreiber des Escort-Service allein agiert hat, ist noch nicht sicher: "Wir ermitteln derzeit, ob es vielleicht noch Hintermänner gibt", erklärt Langer. Fix ist, dass es noch weitere Wohnungen gibt, in denen die Sex-Partys stattfanden. Eine davon soll sich in Liesing befinden, zwei weitere müssen noch lokalisiert werden. Laut Langer laufen die Ermittlungen derzeit auf Hochdruck.

Rotlicht-Lokal geschlossen

Im Rahmen der Schwerpunkt-Aktion gegen Prostitution wurde am Donnerstag zudem ein illegales, von Asiaten betriebenes Bordell auf der Laxenburger Straße aufgrund schwerer technischer Sicherheitsmängel geschlossen. (cz)

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