Immer wieder werden hilflose Tiere Opfer von Verkaufsmaschen und illegalem Handel. So auch zuletzt in der Nähe der Billrothstraße (Döbling). Am 27. Oktober wurde das Veterinäramt eingeschaltet, da die Polizei Verdacht auf illegalen Handel mit Katzenbabys geschöpft hatte.
Und der Verdacht sollte sich schon bald bestätigen: Vor Ort fand die Amtstierärztin zwei etwa acht Wochen alte Babykatzen. Die Verkäuferin hatte die Katzenwelpen im Internet zum Verkauf angeboten, obwohl sie keine gemeldete Züchterin war.
Um die genauen Umstände über die Herkunft der Tiere zu klären, wurden die Kätzchen von der Tierärztin vorübergehend abgenommen und durch die Tierrettung ins Tierquartier gebracht. Die Samtpfoten seien zutraulich, jedoch sehr ungepflegt, heißt es in einer Aussendung. Sie werden nach Abschluss des Strafverfahrens an neue Besitzer vermittelt. Gegen die Verkäuferin wird Anzeige erstattet.
"Kaufen Sie keine Tiere im Internet", warnt Ruth Jily, die Leiterin des Veterinäramts. "Internetkäufe führen dazu, dass Tiere unkontrolliert gezüchtet werden. Sie haben keinerlei Information über Herkunft und Gesundheitszustand und kaufen sprichwörtlich die Katze im Sack."
Wer glaubt in Wien einem illegalen Tierhandel zum Opfer gefallen zu sein, kann dies unter Angabe des Namens der verkaufenden Person, einer genauen Adresse, dem Zeitpunkt und der Art und Anzahl der verkauften Tiere dem Veterinäramt (01 4000 8060 oder [email protected]) melden. Dieses kann dann ermitteln und weitere Schritte setzen.