Illegaler Sex in Wohnung – Gefahr für Frauen und Freier

Die Polizei warnt vor illegaler Wohnungsprostitution.
Die Polizei warnt vor illegaler Wohnungsprostitution.Pressefoto Scharinger / Daniel Scharinger (Symbolbild)
Immer mehr Sexarbeiterinnen arbeiten illegal in Wohnungen. Die Polizei warnt nun Prostituierte und Freier vor dieser Art des Geschäfts mit der Liebe.

In Bordellen, Laufhäusern, Saunaclubs und Co. herrschte in Zeiten der Corona-Pandemie häufig tote Hose. Lange Zeit waren Puffs und Freudenhäuser geschlossen, Sexarbeiterinnen kämpften in dieser Zeit ums nackte Überleben. Die Corona-Krise hat also auch in der Rotlicht-Branche ihre Spuren hinterlassen.

Nach Angaben der Polizei und Hilfsorganisationen arbeiten in Österreich immer mehr Prostituierte illegal in Wohnungen, weil Bordelle und Co. im Lockdown schließen mussten. Die Polizei warnt aber entschieden davor, denn Sexarbeiterinnen sind in Privatwohnungen weit öfters Gewalt ausgesetzt, berichtet Ö1.

Alleine in der Bundeshaupthauptstadt sind etwa 300 bis 400 Sexarbeiterinnen in der illegalen Wohnungsprostitution tätig, heißt es in dem Bericht. Die Gründe für diesen Schritt: Lockdowns sowie günstige Airbnb-Wohnungen wegen des Fernbleibens von Touristen.

Erhöhte Gefahr für Frauen und Freier

Aber die Polizei stellt unmissverständlich klar: "Wohnungsprostitution bringt nur Nachteile mit sich", so Wolfgang Langer, Leiter des Prostitutionsreferates der Wiener Polizei am Mittwoch im Frühjournal. "Wir sehen Frauen, die oftmalig unter Zwang stehen und finden in den Wohnungen auch Zuhälter vor."

Immer wieder würde die Polizei von Angriffen gegen Frauen und Körperverletzungen hören. Doch nicht nur für die Frauen sei das "Geschäft mit der Liebe" in privaten Wohnungen gefährlich, sondern auch für die Freier, die einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt sind.

"Viele Frauen nicht untersucht"

"Sehr viele Frauen sind nicht untersucht, nur die wenigsten verfügen bei Kontrollen über ein aktuelles Gesundheitszeugnis", erklärt Langer gegenüber Ö1. Möglich wird illegale Wohnungsprostitution durch verschiedene Internetseiten und Erotik-Portale, wo Frauen sich und ihre Dienste anbieten.

Der Polizist wünscht sich laut Ö1 daher ein Verbot dieser Werbung für illegale Sex-Arbeit in Wohnungen – zumindest in Zeiten eines Lockdowns.

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