Illegaler Waffenhandel im großen Stil aufgedeckt

Die Polizei hat bei einer 42-jährigen Kärntnerin mehr als hundert Langwaffen, ein gestohlenes Sturmgewehr und Munition ohne Ende sichergestellt.

Illegaler Waffenhandel im großen Stil lautet der Verdacht gegen eine 42-jährige Frau aus St. Veit an der Glan, bei der die Polizei am Mittwochmorgen auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft eine waffenrechtliche Überprüfung durchgeführt hatte. Auf die Kärntnerin aus St. Veit/Glan waren immerhin unter anderem 162 Stück Langwaffen registriert.

Weil sich die 42-Jährige wenig kooperativ zeigte und widersprüchliche Aussagen zur Verwahrung der Waffen machte, ordnete die Staatsanwaltschaft Klagenfurt eine Hausdurchsuchung an. Dabei konnte ein gestohlenes Sturmgewehr 77-Schaft samt Verschluss, ohne Lauf, gefunden und sichergestellt werden.

Zufällig gerade anwesend war der Geschäftspartner der Tatverdächtigen. Gegen diesen – ein 41-jähriger Mann ebenfalls aus St.Veit/Glan – besteht bereits ein Waffenverbot. Deshalb wurde der 41-Jährige wegen Verabredungs- und Verdunkelungsgefahr vorläufig festgenommen und auch sein Anwesen durchsucht.

Erfolgreiche Durchsuchung

"Bei den Hausdurchsuchungen wurde eine Vielzahl an Munition, Waffenteile, 150 Stück Langwaffen, 3 Sachen nach dem Verbotsgesetz, 14.000 Stück Geschosse, 6.000 Zündhütchen, 160 Stück fertige Munition sowie Datenträger und außerdem eine geringe Menge Cannabis sowie eine Waage mit Kokainanhaftungen sichergestellt", teilt die LPD Kärnten über die erfolgreiche Aktion mit und informiert weiter, dass aufgrund der vorliegenden Gründe gegen die Frau ein vorläufiges Waffenverbot verhängt wurde. "Es besteht der Verdacht des illegalen Waffenhandels."

Der 41-jährige St. Veiter wurde indes noch am selben Abend nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wieder auf freien Fuß gesetzt.

(red)

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