In Großpetersdorf im burgenländischen Bezirk Oberwart fand der Pächter eines Holzschuppens am Sonntag beim Aufräumen eine Handgranate. Unter dem Holzboden hatte ein früherer, inzwischen verstorbener Besitzer ein Depot mit Muntion und Sprengstoff angelegt. Das Arsenal wurde von der Polizei sichergestellt.
Zwei Magazine und unzählige Patronen für ein Kalaschnikow-Maschinengewehr, Munition für Faustfeuerwaffen, ein Kilogramm Plastiksprengstoff, Sprengzünder sowie Sprengschnüre fanden Beamte des Entminungsdienstes in dem Geheimversteck. Die Gegenstände seien abtransportiert worden und würden derzeit bezüglich Herkunft und Gefährlichkeit genau analysiert, teilte die burgenländische Polizei am Montag in einer Aussendung mit.
Der im Jahr 2004 verstorbene 69-Jährige, der das Depot angelegt haben dürfte, war amtsbekannt. Der Mann, der im ehemaligen Jugoslawien geboren und in der Schweiz aufgewachsen ist, hat in Österreich sowie in der Schweiz wegen illegalem Waffenhandel und zahlreichen Einbruchsdiebstählen mehrjährige Haftstrafen verbüßt. Munition und Sprengstoff dürften aus dem Jugoslawien-Krieg stammen.