Rückblick: Nach dem knappen 1:0-Erfolg der Wiener gegen die WSG Tirol hatte "Major" Stefan Maierhofer Giftpfeile in Richtung der "Veilchen" geworfen. "Sie sind zu Recht im unteren Play-off, wenn sie sich über einen Sieg gegen uns freuen", hatte der 2,02-Meter-Stürmer sein Team für das Rückspiel am Samstag motiviert.
Dino Kovacec hatte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel nachgelegt. "Sie verdienen so viel mehr als wir und wir spielen sie tot", hatte der 26-Jährige gesagt. Auch ihm war Maierhofer zur Seite gesprungen. "Das find ich in Ordnung. Endlich einmal ein Kollege, dass es nicht immer nur heißt: ,Der Maierhofer haut die Sprüche raus.´"
Die Antwort hatten die Wiener auf dem Rasen gegeben, Wattens mit 2:1 ans Tabellenende geschossen. Da konnte sich auch Austria-Coach Christian Ilzer die eine oder andere Stichelei nicht verkneifen, ohne die Tiroler beim Namen zu nennen. "Ich will mich nur mit meiner Mannschaft beschäftigen. Da spielt es keine Rolle, was gegnerische Spieler so von sich geben."
Und weiter: "Für mich ist es wichtig, nicht abwertend einem Gegner gegenüberzutreten. Und das erwarte ich auch von meinen Spielern." Nachsatz: "Wie das andere Teams händeln, ist mir völlig egal."
Kann es dem 42-Jährigen auch sein. Denn mit dem dritten Sieg am Stück bauten die Veilchen die Tabellenführung auf drei Punkte aus. Der Klassenerhalt ist fixiert, das Play-off um den letzten Europa-League-Startplatz in Griffweite.