In Linz beschwerte sich Liverpools Star-Coach Jürgen Klopp nach dem 3:1-Erfolg der "Reds" gegen den LASK über den Rasen, dieser sei "eine Wiese", urteilte der Deutsche. Und auch in Graz wurde nach dem Schlusspfiff des Europa-League-Auftaktspiels heftig über das Geläuf diskutiert. Der Rasen im Grazer Stadion hatte mehrere Löcher, wirkte deutlich ramponiert.
Das sah auch Sturm-Coach Christian Ilzer so, der die Rasen-Problematik im Stadion von Österreichs Vizemeister im "ORF" deutlich ansprach. "Wir sind schon längere Zeit in Diskussionen. Da geht dem Herbert nicht gerade das Herz auf, wenn man sich nicht nur den Weg durch die Gegner, sondern auch durch die vielen Erdhügel suchen muss", meinte der Grazer Trainer mit Blick auf Analytiker Herbert Prohaska, atmete bei der Frage nach dem Geläuf schwer durch.
"Die Hügel sind schon nach dem Aufwärmen da. Ich bin jetzt kein Rasen-Experte, aber dieser Rasen ist einfach kaputt", urteilte Ilzer.
Während der Länderspielpause verpasste man jedenfalls die Chance, den Rasen zu tauschen. "Man hat gesagt, man probiert noch einmal, den Rasen hinzubekommen. Das hat nicht funktioniert", so der Sturm-Trainer, der auch die Doppelbelastung ansprach, Sturm teilt sich das Stadion mit Zweitligist GAK. "Sie haben jetzt zwei Heimspiele, dann wir wieder eins. Das ist keine rosige Zukunft."
Vor allem, weil mittlerweile nicht nur die UEFA, sondern auch die Bundesliga tätig wurde und die Rasen-Problematik in Graz ansprach, wie Ilzer verriet. "Wenn wir den Rasen in der Länderspielpause im Oktober nicht tauschen, dann spielen wir wieder in Klagenfurt. Von der Bundesliga gab es schon einen großen Fingerzeig, dass dieser Rasen nicht für die Bundesliga tauglich ist", ließ der Trainer aufhorchen.
Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass die Steirer zum Auswandern gezwungen wären. Schon im Februar 2021 hat die Bundesliga der Merkur Arena aufgrund der schlechten Platzverhältnisse die Liga-Zulassung entzogen.