Im Death Valley bewegen sich Steine und Felsen von selbst und hinterlassen mysteriöse Spuren. Die hat nun ein Autofahrer kaputt gemacht. 2014 war das Rätsel um dieses Naturphänomen gelöst worden.
Im Racetrack Playa schieben sich hunderte Kilo schwere Felsbrocken wie von selbst über den Boden. Lange Schleifspuren auf dem ausgetrockneten Boden beweisen die Wanderungen der Steine. Um das Phänomen zu beobachten, müssen Besucher weite Wege auf sich nehmen. Denn das Betreten des Areals ist bei nassem Untergrund untersagt, das Befahren ganzjährig strengstens verboten.
Dass diese nicht immer beachtet wird, zeigte Kurt Lawson jüngst an. Der Landschaftsfotograf wollte das Naturphänomen dokumentieren, entdeckte dann aber die Spuren von Vandalen.
"Ganz üble Menschen"
Über rund 16 Kilometer ziehen sich Abdrücke von Autoreifen. Stellenweise kreuzen sie die Schleifspuren der Steine. Da ist jemand mit Absicht kreuz und quer über die Racetrack Playa gefahren.
"Ganz üble Menschen müssen das gewesen sein", kommentiert Lawson auf dem Blog PetaPixel. "Es ist extrem frustrierend, so etwas zu sehen", klagt ein Nationalpark-Mitarbeiter gegenüber dem "Las Vegas Review-Journal".
Wind und Eis treiben Steine an
Seit Jahrzehnten versuchten Geologen, das Rätsel rund um die Steine zu lösen. 2014 kamen Forscher um Richard Norris von der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla, Kalifornien, auf das Geheimnis. Mithilfe von Videoaufnahmen gelang es ihnen, die Bewegungen der Steine zu dokumentieren und die Ursache zu ergründen.
In kalten Nächten bilden sich dünne Eisschichten, die in der Morgensonne schmelzen. Geht gleichzeitig ein Wind von mindestens Windstärke 3, setzen sich die Steine auf dem schwindenden Eis in Bewegung. Die Geschwindigkeit der Steine liegt dabei bei unter fünf Metern pro Minute.