Ein 28-jähriger Oberösterreicher, hat in seinem Drogenrausch im April einem vierjährigen Mädchen einen zweieinhalb Kilo schweren Stein gegen den Kopf geworfen hat. Das Landesgericht Linz verurteilte am Mittwoch den Mann zu zehn Monaten unbedingter Haft. Zudem wird er in eine Anstalt eingewiesen.
Der Angeklagte brach im April in Puchenau (Bezirk Urfahr-Umgebung) in seinem Drogenrausch in einen Kindergarten ein, und warf dort einem im Sandkasten spielednen Mädchen einen schweren Stein an den Kopf. Das Mädchen kam mit einer Kopfprellung davon.
Bei der Prozessanhörung bekannte sich der Angeklagte schuldig und meinte: "Es tut mir extrem leid". Er schilderte, dass er vor der Tat einen ganzen Cocktail aus Drogen - u.a. Speed, Crystal Meth und Cannabis - genommen hatte. "Das war eindeutig zu viel." Laut seinem Anwalt habe er bereits einen Therapieplatz in der Tasche gehabt hätte, für den Beginn wäre ein Termin zwei Wochen nach der Tat vorgesehen gewesen.
Ohne Therapie wurde Mann töten
Die psychiatrische Sachverständige Adelheid Kastner erklärte in ihrem Gutachten, dass der Angeklagte nicht geisteskrank und auch nicht von sich aus gewalttätig sei. Er sei aber zum Zeitpunkt der Tat nicht zurechnungsfähig gewesen. Ohne Therapie bestehe die Gefahr, dass er wieder Straftaten "bis hin zu Tötungsdelikten" begeht.
Deshalb verurteilte ihn das Gericht bei einem Strafrahmen von bis zu drei Jahren zu zehn Monaten unbedingt und ordnete eine Therapie an. Zudem muss er 300 Euro Teilschmerzensgeld zahlen.
Beide Seiten nahmen das Urteil an