Vater von Alko-Lenkerin im Liebesurlaub getötet

Die Angeklagte vor Gericht (kl. Bild)
Die Angeklagte vor Gericht (kl. Bild)Bild: iStock, privat
Ein Familienvater (39) war im Bezirk Krems im Urlaub mit seiner Affäre, radelte ins Hotel, eine 50-Jährige Lenkerin war alkoholisiert am Heimweg, rammte den Radler - der Vater von zwei Kids starb.
Völlig gebrochen und geplagt von Schuldgefühlen saß eine unbescholtene 50-Jährige am Donnerstag am Kremser Gericht auf der Anklagebank. Sie hatte Anfang Juli einen Radfahrer erfasst und getötet.

Die 50-Jährige war zu Gast bei Freunden in der Wachau gewesen, setzte sich nach einigen Spritzern um 22.15 Uhr hinters Steuer (Anm.: eigentlich wollte sie mit einer Bekannten mitfahren, der Plan wurde kurzfristig verworfen), fuhr mit Tempo 100 ohne Fernlicht auf der B3 im Bezirk Krems und rammte den in der Straßenmitte fahrenden Tschechen.

Der Unternehmer war gerade mit seiner Geliebten auf Urlaub, radelte Richtung Hotel – seine Ehefrau dachte, er sei auf Geschäftsreise. Der Tscheche erlag vor Ort einem Polytrauma („Heute" berichtete).

„Es waren nur drei bis vier Spritzer", jammerte die Angeklagte beim Prozess. „Das geht sich nicht aus bei 1,3 Promille", konterte der Richter in Richtung Angeklagter, erkannte aber deren Reue. Daher: Fünf Monate bedingte Haft und 5.200 Euro unbedingte Geldstrafe (nicht rechtskräftig) wegen grob fahrlässiger Tötung. Der Zivilprozess folgt noch - da geht es um eine etwaige Teilschuld des Tschechen und die Ansprüche der Hinterbliebenen. (Lie)

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