Österreich

Im Lift steckengeblieben - Verfahren eingestellt

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:31

Bei einem Hautarzt in Freistadt war ein Patient (78) im Lift steckengeblieben und verstarb anschließend darin (wir berichteten). Einen Monat danach hat die Staatsanwaltschaft nun das Verfahren gegen den Wohnhaus-Betreiber eingestellt. Die Verzögerung sei nicht ausschlaggebend für den Tod des Pensionisten gewesen.

Am Vormittag des 4. Juli hatte der Patient über gesundheitliche Probleme geklagt, kollabierte kurz danach mitten in der Praxis seines Hautarztes. Der sofort alarmierte Notarzt wollte den Pensionisten ins Spital einliefern. Doch auf dem Weg dorthin blieben die Rettungskräfte mit dem 78-Jährigen noch im Wohnhaus des Arztes im Lift stecken.

Der Aufzug ließ sich nicht mehr in Gang setzen. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe Feuerwehrmänner den Patienten befreien konnten. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb im Lift. Anwohnern zufolge soll der Fahrstuhl bereits in der Vergangenheit einmal stecken geblieben sein.

Der Vorfall wurde in der Folge an die Linzer Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Diese stellte einen Monat nach der Tragödie das Verfahren ein. Laut Staatsanwalt Philipp Christl sei die Verzögerung nicht ausschlaggebend für den Tod des 78-Jährigen gewesen.

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