Die Zahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: 7.418 Personen haben laut Statistik Austria die Österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, das sind um 4,4 Prozent mehr als 2012. Die meisten neuen Österreicher sind Türken. Bei den Staatsbürgerschaftstests ist die Erfolgsquote übrigens auch gestiegen.
Die Zahl der Einbürgerungen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen: 7.418 Personen haben laut Statistik Austria die Österreichische Staatsbürgerschaft erhalten, das sind um 4,4 Prozent mehr als 2012. Die meisten neuen Österreicher sind Türken. Bei den Staatsbürgerschaftstests ist die Erfolgsquote übrigens auch gestiegen.
Unter den insgesamt 123 Herkunftsländern lag die Türkei mit 1.108 Personen an erster Stelle, gefolgt von Bosnien und Herzegowina mit 1.039 und Serbien mit 824 Einbürgerungen.
Gut ein Drittel schon hier geboren
36,7 Prozent aller Eingebürgerten waren bereits in Österreich geboren, 37,8 Prozent unter 18 Jahre alt. Auf Platz Vier und Fünf bei den Herkunftsländern lagen die Russische Föderation mit 430 Personen und der Kosovo mit 348. Die Einbürgerungszahlen waren seit dem Rekordjahr 2003 mit 45.112 Fällen kontinuierlich gesunken und erreichten im Jahr 2010 ein Minimum von 6.190. Seit 2011 gab es wieder einen leichten Anstieg.
Lebensmittelpunkt bei uns
Knapp mehr als die Hälfte aller Einbürgerungen erfolgte 2013 aufgrund eines Rechtsanspruchs. Darunter waren 2.029 Personen mit einem mindestens sechsjährigen Wohnsitz in Österreich und aus "besonders berücksichtigungswürdigen Gründen", wie etwa die Geburt in Österreich oder eine Asylberechtigung. 500 hatten einen mindestens 15-jährigen Wohnsitz in Österreich, 905 erlangten die Staatsbürgerschaft aufgrund einer Eheschließung. Weitere 1.205 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft "im Ermessen".
Rückgang in Wien
In fünf Bundesländern wurden im Jahr 2013 mehr Personen eingebürgert als im Jahr davor. Die deutlichsten Zuwächse gab es in der Steiermark (plus 31,8 Prozent), in Kärnten (plus 24,2 Prozent) und in Oberösterreich (plus 11,3 Prozent). Es folgen Niederösterreich und Tirol, weniger Einbürgerungen gab es hingegen in Vorarlberg, im Burgenland, in Wien und in Salzburg.
Immer mehr bestehen den Test
Die Erfolgsquote bei den Staatsbürgerschaftstests für die Einbürgerung ist in Österreich gestiegen. 2013 hat sich die Erfolgsquote von rund 91,1 Prozent im Jahr zuvor auf knapp 94,2 Prozent erhöht. Lediglich drei Prozent haben den Staatsbürgerschaftstest 2013 nicht bestanden, ein etwa gleich großer Teil ist gar nicht erst angetreten. Zum Vergleich: Im Jahr davor waren noch 4,7 Prozent durchgefallen und 4,2 Prozent nicht angetreten.
Im November 2013 wurde ein neuer Staatsbürgerschaftstest eingeführt mit dem Ziel, "nicht mehr nur rein historisches Faktenwissen abzufragen, sondern ein besseres Verständnis für die Geschichte und Gegenwart und für rechtliche Werte und Prinzipien zu bilden".
Insgesamt 18 Fragen, die sich zu je sechs auf drei Prüfungsgebiete aufteilen, gilt es beim Staatsbürgerschaftstest zu beantworten. Online kann unter www.staatsbuergerschaft.gv.at ein Übungstest durchgeführt werden.