Immer aufgeräumt – so funktioniert "Trigger Cleaning"

Mit diesem Konzept bleibt deine Wohnung immer aufgeräumt.
Mit diesem Konzept bleibt deine Wohnung immer aufgeräumt.iStock
Wäre es nicht schön, wenn deine Wohnung sauberer und aufgeräumter wäre, ohne das du das Gefühl hast, du putzt mehr? Das kann "Trigger Cleaning".

Beim "Trigger Cleaning" geht es darum, dass du bereits vorhandene Gewohnheiten mit neuen Gewohnheiten, die du gerne hättest, verknüpfst. Die Idee stammt vom amerikanischen Autor und Gewohnheitstier James Clear. In seinem Buch "Atomic Habits" erklärt er ein Konzept, das er "Habit Stacking" nennt – also "Gewohnheiten stapeln."

Seine Idee ist so simpel, wie sie effizient ist: Man nehme ein bereits vorhandene Gewohnheit, zum Beispiel Zähneputzen, und verbinde sie mit einer Gewohnheit, die man gerne hätte, zum Beispiel regelmäßig das Waschbecken putzen. Ziel beim "Habit Stacking" ist, dass du automatisch nach dem Zähneputzen noch eben das Becken wischst. So soll deine Wohnung permanent in einem mehr oder weniger frisch geputzten Zustand sein, ohne dass du dir dafür ein Bein ausreißen musst.

"Trigger" erkennen

Laut Clear gibt es fünf mögliche Trigger, an die man eine neue Gewohnheit anknüpfen könnte. Die Trigger sind Zeit, Ort, Tätigkeit, emotionaler Zustand und andere Menschen. Gerade Zeit, Ort und die vorangehende Tätigkeit eignen sich als Startpunkt fürs "Trigger Cleaning". Im besten Fall hast du danach eine sauberere Wohnung, ohne dass du dir extra Zeit zum putzen nehmen musst. Nachfolgend findest du einige Beispiele für Gewohnheiten, die sich gut verbinden lassen.

WC putzen nach dem ersten Toilettengang

Eigentlich ganz easy: Jedes Mal, wenn du am Morgen zum ersten Mal aufs Klo gehst (die Trigger sind Zeit, Ort und Tätigkeiten zusammen), kannst du danach ein bisschen Seife oder Spülmittel in die Toilette geben, kurz mit dem WC-Bürsteli abschrubben und zack: Du startest jeden Tag mit einer sauberen Toilette und musst am Putztag viel weniger intensiv putzen.

Leere alle Mistkübel, wenn du einen Abfallsack rausträgst

Jedes Mal, wenn dein Abfallsack so langsam voll wird, gewöhne dir an, auch alle anderen Abfallbehälter in deiner Wohnung oder deinem Haus zu leeren. Also auch die im Badezimmer und - falls du sie hast - die in den Schlaf- und Wohnzimmern.

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Mache eine Wäsche, während dein Kaffee/Tee kocht

Bei Kaffee oder Tee muss man jeweils ein bisschen warten. Nutze diese Zeit und mach Wäsche: Und falls du mehrmals pro Tag Kaffee kochst, kannst du ja auch beim zweiten Mal die Wäsche aufhängen oder, falls du einen Tumbler hast, sogar schon wieder einräumen.

Sortiere deinen Schreibtisch, bevor du die Lampe ausmachst

"Schreibtisch aufräumen" ist ein beliebter Weg, den Arbeitsbeginn herauszuschieben. Um diese Art von Prokrastination zu verhindern, kannst du dir angewöhnen, das abends zu machen: Jedes Mal, wenn du deine Lampe am Arbeitsplatz ausmachen möchtest, räume davor kurz deinen Schreibtisch auf. Er muss nicht leer und steril sein, aber zumindest aufgeräumt.

Bring das Wohnzimmer in seinen "Ursprungszustand", wenn du den Fernseher abdrehst

Die Versuchung, einfach den Fernseher auszumachen und ins Bett zu fallen, ist groß. Am Morgen musst du dann aber Chipsreste vom Sofa wischen, eine alte Kaffeetasse abwaschen und stößt dabei noch den Nagellackentferner von gestern Abend um. Versuch dir stattdessen anzugewöhnen, das Wohnzimmer jeden Abend in seinen Ursprungszustand zurück zu versetzen: Also die Tasse in die Küche, den Nagellackentferner zurück ins Bad und die Chipskrümel in den Abfall.

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