Immer mehr Asylwerber fliegen auf Heimat-Besuch

Iraker warten bei ihrer Rückkehr aus Europa auf Gepäck am Airport Bagdad. Symbolbild
Iraker warten bei ihrer Rückkehr aus Europa auf Gepäck am Airport Bagdad. SymbolbildBild: picturedesk.com

Oft nur für Tage – manchmal auch länger: Wie in Deutschland kehren Asylwerber aus Österreich immer häufiger in ihre Heimat zurück, kommen aber wieder.

Dem Innenministerium ist das Phänomen bekannt: Die bei uns Asyl suchenden Menschen würden Nachschau halten, ob ihr Haus noch stehe oder ob ihre Familienangehörigen noch leben, so Sprecher Karl-Heinz Grundböck in der "Kleinen Zeitung".

Aber nicht immer würden sie wirklich an den Ort ihrer Herkunft zurückkehren, sondern sich in sicheren Landesteilen, wie in Kurdengebieten, aufhalten. Auch Todesfälle würden die Asylsuchenden zur kurzzeitigen Rückkehr in die Heimat bewegen.

Natürlich können diese Reisen in Länder wie den Irak oder Syrien Folgen für das Verfahren haben: Denn wenn als Asylgrund politische oder religiöse Verfolgung angegeben sind und Personen trotzdem wieder an den Ort der mutmaßlichen Verfolgung zurückkehren, wird im Einzelfall überprüft. Aber: Einen Automatismus, wonach die Reisenden ihren Status im Asylverfahren verlieren, gibt es nicht.

Genaue Zahlen, wie viele Asylwerber aus Österreich kurzzeitig in ihre Heimat fahren, wurden bisher nicht erhoben. (mah)

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