Laut der EU-Grenzschutzagentur "Frontex" flüchten seit knapp fünf Wochen 17 Prozent mehr Menschen aus der Türkei, als noch zuvor. Unter den Flüchtlingen sind viele Familien.
Die europäische Grenzschutzagentur Frontex hat wieder eine steigende Zahl von Flüchtlingen aus der Türkei registriert.
"Seit vier bis fünf Wochen kommen 17 Prozent mehr Menschen aus der Türkei auf den griechischen Inseln an", erklärte Frontex-Direktor Fabrice Leggeri gegenüber der "Bild am Sonntag".
Der Grund für die Flucht sei, dass wieder mehr Migranten aus dem Iran, Irak und Syrien in der Türkei ankommen. Unter den Flüchtlingen, die dann versuchen nach Europa zu gelangen, sind vor allem viele Familien.
"Über die Türkei kommen fast 40 Prozent Familien, über Marokko dagegen fast ausschließlich junge Männer", so Leggeri weiter.
Forderung nach konsequenten Abschiebungen
Auf der zentralen Route nach Italien reisen bis zu 20 Prozent der Flüchtlinge mit Familie. Der Frontex-Direktor fordert deshalb weitere Aufstockungen des Grenzschutzes.
Daneben spricht sich Leggeri auch für konsequente Abschiebungen aus. "Wir haben die Außengrenzen jetzt unter Kontrolle", so der Franzose, warnte jedoch gleichzeitig vor einem anhaltenden hohen Migrationsdruck.
(red)