Immer mehr Lehrer nach AstraZeneca-Impfung krank

Jeden Montag gibt Schuldirektor Niki Glattauer in "Heute" Noten.
Jeden Montag gibt Schuldirektor Niki Glattauer in "Heute" Noten.Sabine Hertel
Schuldirektor Glattauer gibt Noten. Heute: Immer mehr Lehrer nach der Impfung krank! Und: Diesem Schichtbetrieb weint niemand nach.

Von der Öffentlichkeit unbemerkt (und von der Schulbehörde verschwiegen) führen die Impfungen des Lehrpersonals allmählich zu einem Schul-Notstand. Es gibt nämlich immer mehr Schulen, in denen sich LehrerInnen reihenweise mit Impfreaktionen krankmelden: Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Fieber. Der AHS-Lehrer Prof. Mag. Elmar W. schreibt mir: "Was offenkundig jedermann entgangen ist, ist das Faktum, dass AstraZeneca bei bis zu 25 Prozent der Geimpften zu Nebenwirkungen führt. Mit tagelangen Ausfällen als Folge. Wären alle LehrerInnen Wiens schon in den Impf-Zentren gewesen, hätten wir an meiner – großen – Schule heute den Unterrichtszusammenbruch."

Dazu kommt Kritik an der Wahl des Impfstoffs. Wieder Prof. W.: "Bei AstraZeneca ist nicht ordentlich belegt, dass die Impfung zu einer Reduktion bei der Infektionsweitergabe führt. Wieso man dann kontaktreiche LehrerInnen damit impft, muss man wohl die Fische fragen."

Note: Gar nicht gut

Glattauer gibt Noten
Niki Glattauer war 25 Jahre Lehrer und Schuldirektor in Wien. Er hat bisher 13 Bücher veröffentlicht, alle zum Thema Schule wurden Bestseller. Jeden Montag vergibt er in einer Kolumne für "Heute" Schulnoten.

Alle seine Artikel findest Du hier.

Infektion & Impfung – schon 300 Klassen zu!

Es ist zum Heulen! Einerseits sollten die Schulen endlich wieder in den Normalmodus gehen (langfristig ist Schichtbetrieb unzumutbar, siehe unten), andererseits herrscht in immer mehr Schulen nur noch Notbetrieb. Wenn ich richtig hochrechne, sind aktuell österreichweit bereits knapp 300 Klassen in Quarantäne, zig Schulen überhaupt geschlossen!

Leider symptomatisch, was mir der VS-Lehrer Albert P. schreibt: "Am 1. März wurde unsere Schule von der MA15 gesperrt, sechs LehrerInnen positiv PCR-getestet, und 27 Kinder von den Eltern gemeldet. Dazu die Krankenstände durch die Impfungen, viele KollegInnen fallen dadurch zwei bis drei Tage aus! Aus heutiger Sicht haben wir nicht mehr genug gesunde LehrerInnen, um alle 16 Klassen zu besetzen. Der 'Schulqualitätsmanager' (früher Inspektor, haha) stellt auf stur und will die Schule öffnen, obwohl laufend neue Fälle dazukommen. Ich werde Ihnen berichten, falls ich nach meiner Impfung dazu fähig bin. ;-)"

Note: Auch nicht gut

Diesem Schichtbetrieb weint niemand nach

Ob die Schulen nach Ostern öffnen werden oder nicht (das eine ein Muss für die Psyche der Kinder, das andere eine Forderung der Infektiologen) – diesem Schichtbetrieb wird niemand eine Träne nachweinen! 14-Jährige sitzen bis zu sieben Stunden vor dem Computer, werden kurzsichtig und übergewichtig (EDDY-Young-Studie). Dafür gibt es inzwischen sogar in Turnen (!) Online-Arbeitsblätter, als hingen die Kinder für D, M, E, diverse Portfolios und Referate nicht schon lange genug an der digitalen Leine.

Ungenügend auch die Performance vieler LehrerInnen an den beiden Halbtagen Schule: Sie maskmpfffen nämlich nicht mehr direkt zu ihren Schülern, sondern zu dem Laptop auf ihrem Tisch, damit die Kinder zu Hause "gleich mithören können" und sie "nicht alles zweimal erklären" müssen. Was so auch nicht gedacht war, oder?

Note: Ungenügend
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