Durch die Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten sehen sich immer mehr Menschen nach Alternativen zu Aktien und Fonds um. So hat sich die Nachfrage nach Wald in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Die Nachfrage war zuletzt deutlich höher als das Angebot, was immer höhere Preise zur Folge hatte.
"Es hängt mit der Unsicherheit auf den Finanzmärkten zusammen", erklärt Förster und Immobilienmakler Fridolin Angerer gegenüber "orf.at", "da es für den Normalsterblichen heute sehr schwer ist, die Zusammenhänge auf den Kapitalmärkten zu erfassen."
Auch die österreichischen Bundesforste, Besitzer von immerhin 15 Prozent der Beständen, haben das rege Interesse längst bemerkt. Das Angebot ist jedoch knapp: Große Grundbesitze werden traditionellerweise meist innerhalb der Familie vererbt und gelangen nur selten in den freien Verkauf. Das hat die steigenden Preise zur Folge: Bekam man während der 90er Jahre einen Quadratmeter um 50 Cent muss man heute schon 2 Euro dafür zahlen.
Besonders groß ist das Interesse an einer sogenannten Eigenjagd, einem zusammenhängenden Stück Wald ab 115 Hektar: "Die Jagdkarte ist meistens mit im Gepäck. Es sind oft Leute, die ihr Vermögen auf breitere Beine stellen, diversifizieren wollen, aber nicht alles auf den Kapitalmarkt stellen wollen, sondern ganz bewusst in Grund und Boden gehen." sagte Angerer.