Beim LASK-Stadion ist jetzt die Behörde am Ball

Der Traum von eigenen Stadion. Der LASK hat ihn, will eine Arena in Linz-Pichling bauen, dafür muss aber erst einmal der Standort umgewidmet werden.

Im März hatte der LASK seine ambitionierten Pläne für das eigene Stadion beim Pichlinger See präsentiert, seitdem hüllen sich die Verantwortlichen zu diesem Thema in Schweigen. Auch nach "Heute"-Nachfrage wollte man sich am Mittwoch nicht zu den Fortschritten der Pläne äußern.

Kein Wunder, dass damit Gerüchten und Mutmaßungen Tür und Tor geöffnet sind. Denn ganz unumstritten ist das Projekt nicht. Einige vermuten sogar Geheimabsprachen und Mauscheleien. NEOS-Klubobmann Lorenz Potocnik vermutet sogar, dass das Projekt wackelt. "Es gab offenbar Probleme bei Probebohrungen", so Potocnik, der ein Stadion in Pichling für einen "Humbug" hält.

"Heute" hat beim Linzer Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ) nachgefragt, wie es um das Projekt steht. "Ich stehe im Kontakt mit dem LASK und Präsident Siegmund Gruber", sagt er, und weist damit alle Gerüchte zurück.

Fakt ist: Der LASK hat einen Umwidmungsantrag für das Gelände neben dem Pichlinger See eingereicht. Bisher ist die Fläche als Grünland ausgewiesen. "Eine Umwidmung ist möglich, weil es sich bei dem Stadion um eine Sportstätte handelt", so Hein. Es gebe in Österreich andere Beispiele, in denen Fußballstadien in Grünland gebaut wurden. Im Schnitt dauert die Erledigung so eines Antrages neun Monate.

Danach allerdings müsse noch etwa eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemacht werden und das kann dauern.

Doch der LASK bleibt zuversichtlich: "Wir liegen gut im Zeitplan, 2020 soll mit dem Bau begonnen werden", sagt Pressesprecher Georg Hochedlinger. Mehr wolle man zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.

(gs)

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