Impfbereite Wiener klagen jetzt über den Total-Lockdown

Josephine (85) möchte nicht in den Lockdown.
Josephine (85) möchte nicht in den Lockdown.Bilal Heinrich
Am Montag tritt der 4. harte Lockdown in Österreich in Kraft – er gilt für alle. "Heute" hat Wiener in der Impfschlange gefragt, was sie davon halten.

Ab nächster Woche gelten nun auch für Geimpfte in ganz Österreich knallharte Ausgangsbeschränkungen. Zumindest bis zum 13. Dezember darf man nur unter bestimmten Voraussetzungen sein Zuhause verlassen. Bundeskanzler Alexander Schallenberg hatte bis zuletzt große Bedenken, dass die Impfbereitschaft durch einschränkende Maßnahmen gehemmt wird. Aus psychologischer Sicht gibt es Grund zur Annahme, dass sich wegen des Wegfalls des Belohnungsfaktors, eine Impfmüdigkeit breitmacht. Bei der "Heute"-Straßenbefragung in Wien-Favoriten stand den Wienern der Schock über den Total-Lockdown ins Gesicht geschrieben.

"Heute" holte Meinungen vor der Impfbox am Reumannplatz ein:

"Will gar nicht daran denken"

Seniorin Josephine ist verzweifelt: "Ich will gar nicht daran denken, weil dann wird mir gleich übel." Das viele Alleinsein und die mangelnden Beschäftigungen bedrücken die 85-jährige Großmutter. Ihre Hoffnung ist, dass das gemeinsame Weihnachtsfest mit ihren in Oberösterreich lebenden Kindern und Enkeln stattfindet.

Favoritner Ugur macht klar: "Ich sehe die Impfung als bürgerliche Pflicht an, weil man davon ausgeht, dass man mit der Impfung nicht nur sich selbst schützt, sondern auch seine Mitbürger." Auf die Frage, ob er es fair findet, dass er als Geimpfter in einen Lockdown muss, meint der 30-Jährige: "Im Sinne der Gleichberechtigung finde ich es gerecht gegenüber den Ungeimpften. Ich hoffe, dass die Experten das Beste für uns wollen."

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