"Impfen und los" - Ryanair muss Werbung zurückziehen

Die Airline hatte die Werbung erstmals anlässlich des Starts der Impfungen in Großbritannien gezeigt.
Die Airline hatte die Werbung erstmals anlässlich des Starts der Impfungen in Großbritannien gezeigt.Picturedesk/APA - Symbolbild
Der TV-Werbespot von Ryanair, der Menschen zum Reisen motivieren soll, wurde stark kritisiert. Nun muss er zurückgezogen werden. Hier die Details.

Vor wenigen Wochen hat die irische Billigfluglinie Ryanair einen neuen, an die Corona-Pandemie angepassten Werbespot gedreht. Anders als das Unternehmen es wohl erwartet haben dürfte, war das ein Schuss in den Ofen. Der Slogan des TV-Werbespots lautet "Impfen und los" ("jab and go") und sorgte vor allem in den sozialen Netzwerken für viel Kritik.

Die Airline hatte die Werbung erstmals anlässlich des Starts der Impfungen in Großbritannien gezeigt. Doch worum geht es? In dem Werbespot sind junge Menschen zu sehen, die ihren Urlaub genießen - ganz ohne Masken oder Mindestabstand. Ryanair ruft in dem Spot dazu auf, den Oster- und Sommerurlaub zu planen und wirbt mit vielen Schnäppchen, auch kurzfristiges Umdisponieren und Umplanen sei kein Problem. 

Nun muss Ryanair den Spot allerdings zurückziehen. Die britische Werbeaufsichtsbehörde untersagte dem Flugunternehmen am Mittwoch nämlich, den Spot weiter auszustrahlen, und bezeichnete den Inhalt als "unverantwortlich". Der Grund für die Entscheidung waren etwa 2.370 Beschwerden, die nach Ausstrahlung der Werbung bei der Behörde eingelangt waren. 

Die Werbeaufsicht kritisierte an dem Spot, Bürger könnten fälschlicherweise denken, dass eine Impfdosis für den Coronavirus-Schutz ausreiche und Masken sowie Abstandhalten nicht länger nötig seien.

Ryanair verteidigt Spot

Zwar erklärte das Unternehmen, sich an das Verbot zu halten. Allerdings verteidigte Ryanair den Werbespot: Er entspreche nämlich den von der Regierung versprochenen Zeitplänen zur Impfung der Menschen. Wie viele andere Airlines wurde auch Ryanair hart von der Corona-Krise getroffen. Knapp eine Milliarde Euro Verlust im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März erwartet die Fluggesellschaft. 

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