Angesichts des russischen Importstopps für Lebensmittel will Brüssel europäischen Bauern mit Interventionskäufen helfen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos kündigte am Donnerstag Aufkäufe mehrerer leicht verderblicher Frucht- und Gemüsesorten an.
will Brüssel europäischen Bauern mit Interventionskäufen helfen. EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos kündigte am Donnerstag Aufkäufe mehrerer leicht verderblicher Frucht- und Gemüsesorten an.
Bei einem vorhergehenden Treffen mit Vertretern der EU-Staaten hatten mehrere Teilnehmer Schwierigkeiten beim Absatz von Tomaten, Gurken, Pilzen, Paprika und Karfiol angekündigt, erläuterte Ciolos' Sprecher.
Bei welchen Sorten Brüssel genau in den Markt eingreifen werde, will die EU-Kommission über das Wochenende prüfen. Anfang nächster Woche will Ciolos Details mitteilen. Die spüren nach EU-Angaben vor allem jene Erzeuger, für die die Erntesaison bereits begonnen hat.
Die EU-Agrarminister wollen bei einem Sondertreffen über die Auswirkungen des russischen Lebensmittel-Importstopps beraten. Die Gespräche seien für den 8. September geplant, wie Mitarbeiter des Rates am Donnerstagabend in Brüssel unter Verweis auf die italienische Ratspräsidentschaft mitteilten.
Kiew sperrt Luftraum für russische Airlines
Die Ukraine hat ein Überflugverbot gegen die russischen Gesellschaften Aeroflot und Transaero erlassen. Maschinen der beiden Unternehmen müssten künftig für jeden Flug von Russland nach Israel, Bulgarien, Ägypten, Griechenland und die Türkei eine eigene Erlaubnis beantragen, teilte die Flugaufsicht in Kiew am Donnerstag mit.
Die genannten Länder sind beliebte Urlaubsziele für Russen. Dass Aeroflot und Transaero nun die Ukraine - das zweitgrößte Land Europas - vermutlich umfliegen müssen, bedeutet Mehrkosten und längere Flugzeit.
Die Entscheidung Kiews ist eine Reaktion auf Sanktionen Moskaus. Die russische Regierung hatte in der vergangenen Woche ein teilweises Überflugverbot für ukrainische Airlines beschlossen. "Ich schließe nicht aus, dass dieses Verbot auf West-Gesellschaften ausgeweitet werden könnte", hatte Ministerpräsident Dmitri Medwedew gesagt.