Nackt-Sperre – Impulstanz hetzt Anwalt auf Facebook

Die Tänzer beim Impulstanz entblößen sich für ihre Kunst, Facebook schweigt sie tot. So viel nackte Haut ist der Social Media Plattform ein Dorn im Auge.
Immer wieder kam es in der Vergangenheit vor, dass Facebook Kunst gesperrt hat. Erst 2018 wurde die "Venus von Willendorf" von Zuckerbergs Konzern als zu nackt eingestuft. Wenig später sagte Facebook "sorry und machte seine Entscheidung rückgängig. Denn wenn es um Kunst geht, macht der Konzern mit dem blauen f im Logo Ausnahmen.

Impulstanz-Facebook seit April "tot"

Deshalb sind die Veranstalter des Wiener Tanzfestivals "Impulstanz" umso angefressener. Denn seit April ist es dem Festival unmöglich mit seinen 36.000 Abonnenten zu kommunizieren.

Nackte Haut wohin man schaut

Von 11. Juli bis 11. August 2019 finden eine Unzahl an Veranstaltungen statt. Bei vielen davon sind Tänzer und Tänzerinnen leicht bis gar nicht bekleidet. Auch die Pressefotos und Trailer, die die Vorstellungen bewerben, zeigen nackte Haut (siehe Fotoshow oben).

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Facebook dreht dem Festival den Saft ab

Die dänische Choreografin und Tänzerin Mette Ingvartsen ist mit vier verschiedenen Programmen vertreten. Sowohl "69 positions", als auch "21 pornographies", "7 Pleasures" und "to come (extended)" zeigen viel Haut. Impulstanz bewarb die Aufführungen auf Facebook. Die Folge: Sperre!

Obwohl das Tanzfestival Einspurch erhob, soll sich Facebook seit zwei Monaten tot stellen und die Anfragen nicht beantworten.

34.000 Follower weg – Anwalt eingeschaltet

Ein Desaster für die Kommunikation mit dem tanzinteressierten Publikum. Impulstanz hat zwar inzwischen einen neuen Account angelegt, doch der hat statt 36.000 nur rund 2.000 Follower.

Zwei Tage vor dem Start des Festivals reicht es den Veranstaltern nun endgültig. Sie haben rechtliche Schritte eingeleitet.

(lam)

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