Daniela P. (Name geändert) ist richtig glücklich. Das war sie lange Zeit nicht. "Ich war 16 Jahre verheiratet, die letzten fünf waren unschön", erzählt die Wienerin mit bosnischen Wurzeln im "Heute"-Gespräch. Mit drei gemeinsamen Kindern war der Schritt zur Scheidung nicht einfach für sie. 2019 hat die Angestellte eines Wiener Krankenhauses es dann doch gewagt.
"Ich war überhaupt nicht auf der Suche nach einer Partnerschaft", sagt die 39-Jährige. Vor ihrer Trennung hatte sie einen neuen Job begonnen. "Da ist mir mein Vorgesetzter gleich aufgefallen". Erst haben sich die beiden nur geneckt und ein paar Worte am Gang gewechselt. "Ich hätte meinen Ex-Mann nie betrogen", macht sie deutlich. Erst als die Scheidung offiziell war, lud Danielas Chef Robert N. (Name geändert) sie zum Kaffee ein.
"Es war Liebe auf den ersten Blick für uns beide", erzählt Daniela freudig. Als sie nach einem Nachtdienst nach Hause zum 52-Jährigen eingeladen wurde, war es um beide geschehen. "Das war’s dann", lacht sie. Erst hatte das Paar Angst, dass das im Spital zu Problemen führen könnte, weil Robert Danielas Chef ist. Doch ihr offener Umgang mit der Beziehung und ein Gespräch mit der Direktion machte ihre Liebe auch am Arbeitsplatz möglich.
Mitten in der Pandemie, die beide in ihrer Arbeit deutlich zu spüren bekamen, wagten sie einen weiteren Schritt und zogen zusammen. "Corona hat unsere Liebe noch stärker gemacht", freut sich Daniela. Auch ihre Kinder (17, 13 und 7) haben den neuen Partner schnell akzeptiert. Auch Roberts beide große Kinder sind froh, dass ihr Vater nach 14 Jahren des Alleinlebens nun wieder glücklich ist.
Im Dezember 2021 haben sich die beiden verlobt. "Wir wollen in den nächsten zwei Jahren heiraten". Gerechnet hatte Daniela nicht mit ihrer großen Liebe, umso mehr kann sie das nun genießen. "Wir sehen uns ständig und es funktioniert super."