In diesem Bundesland gibt es die meisten Scheinehen

Das Innenministerium hat Zahlen für das Jahr 2019 veröffentlicht: So viele Menschen gingen Fake-Beziehungen ein, um einen Aufenthaltsstatus zu erschleichen.

"Scheinehe mit Wienerin: Bosnier holte Familie nach", "Frau (19) von Scheinehe-Mafia tagelang eingesperrt", "Durch Scheinehe Tausende Euro erschlichen" "Heute" berichtet immer wieder über arrangierte Ehen von ausländischen Staatsbürgern mit Österreicherinnen und Österreichern, um sich einen Aufenthaltsstatus zu erschleichen.

Bis zu drei Jahre Haft

Die Rechtslage nach dem Fremdenpolizeigesetz ist klar: Es ist Österreichern oder "zur Niederlassung im Bundesgebiet berechtigten Fremden" verboten, eine Ehe oder eingetragene Partnerschaft mit einem Fremden einzugehen ohne ein gemeinsames Familienleben zu führen und mit dem Zweck, einen Aufenthaltstitel zu erlangen oder aufrecht zu erhalten. Darauf stehen Geldstrafen. Wenn sich der oder die Österreicherin durch einen Deal bereichert, droht bis zu einem Jahr Haft. Bei der gewerbsmäßigen Vermittlung von Scheinehen kann es auch bis zu drei Jahre Haft setzen.

Ost-West-Gefälle

In der Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage hat Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2019 bekannt gegeben. Es zeigt sich: Bei den ausgeforschten Scheinehen gibt es ein klares Ost-West-Gefälle. Tendenziell werden die Verstöße gegen das Verbot eher in Wien, Niederösterreich und Oberösterreich festgestellt (siehe Karte oben). In den anderen Bundesländern halten sich die Fallzahlen sehr in Grenzen.

Von den insgesamt 577 Tatverdächtigen im Jahr 2019 waren die meisten österreichische Staatsbürger – nämlich 152. Danach folgen Türken (55), Serben (54) und Ägypter (42). 315 Verdächtige waren Männer, 262 Frauen. In dieser Grafik sind die zehn meistgenannten Nationalitäten des Innenministeriums aufgeschlüsselt:

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