Österreich

In diesem Feuer starben 35 Schweine

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:54

Am Dienstagnachmittag brach in der Scheune eines Bauernhofes in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) ein Feuer aus, das sich zu einem Großbrand ausweitete. 21 Feuerwehren, teilweise mit schwerem Atemschutzgerät, versuchten den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Übergreifen auf einen Stall mit 1.000 Schweinen konnte verhindert werden, doch der kleine Stall mit 35 Tieren brannte nieder.

Gegen 16.35 Uhr wurden alle Feuerwehren im Bereich Gloggnitz zu einem Scheunenbrand in Gloggnitz Stuppach (Saloder) gerufen. Bereits aus der Ferne konnten die Feuerwehrleute erkennen, dass es sich um einen Riesen-Brand handeln musste. Die Rauchschwaden des Feuers waren überall in der Umgebung sichtbar, weshalb gleich mehrere Notrufe bei der Feuerwehr eingingen.

35 Schweine waren in den Flammen eingeschlossen

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, brannten das Wirtschaftsgebäude und ein Stallgebäude bereits lichterloh. Im Stall quiekten 35 Schweine panisch um ihr Leben. Die Florianis versuchten alles, doch die lodernden Flammen drohten auf angrenzende Gebäude überzugreifen. Auch das Wohnhaus, das direkt neben den Stall gebaut wurde, war in Gefahr. Der Stall drohte einzustürzen, Hitze und Rauchentwicklung waren enorm und die Feuerwehrleute konnten zu den eingeschlossenen Tieren nicht mehr vordringen. Zusätzlich drohte den Helfern, das Wasser auszugehen.

Aus dem ganzen Bezirk kamen Feuerwehren und karrten Wasser heran

Der Einsatzleiter rief darufhin die höchste Alarmstufe aus und forderte insgesamt 21 Feuerwehren aus dem Bezirk inklusive großer Tanklöschfahrzeuge an. Als die Kollegen aus Neunkirchen Stadt, Seebenstein und Aspang eintrafen, wendete sich das Blatt. Jede dieser Mannschaften kam mit ihren Tanklöschfahrzeugen und karrten insgesamt 26.000 Liter Wasser heran. Nun konnte auch ein Tankwagenpendelverkehr eingerichtet werden, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Diesel verpuffte im Tank

Die Florianis griffen die Flammen von allen vier Seiten an, doch schon wurde es wieder brenzlig. Auf dem Gelände des Bauernhofs befand sich ein Dieseltank mit Zapfsäule sowie mehrere Gasflaschen. Während die Feuerwehrleute am Löschen waren, verpuffte der Diesel im Tank. Ein Übergreifen des Feuers auf den zweiten Stall, sowie das Wohngebäude konnte erst in letzter Minute verhindert werden.

1.000 Schweine gerettet

Durch die enorme Rauchentwicklung mussten die Florianis teilweise schweres Atemschutzgerät anlegen. Sogar ein Bagger musste angefordert werden, um glosendes Stroh und Heu zu zerteilen. Die Feuerwehrleute konnten den zweiten Stall mit 1.000 Schweinen retten, auch das Wohnhaus überstand das Feuer unbeschadet. Trotzdem entstand enormer Schaden.

250 Florianis - zwei Verletzte

Die Feuerwehrleute waren noch die ganze Nacht mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Von den 250 Florianis vor Ort wurden nur zwei vom Roten Kreuz versorgt werden, das für den Notfall bereit stand.

Die Brandursache ist noch unbekannt. Ein Brandermittler der Polizei hat die Erhebungen vor Ort aufgenommen.

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